Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: 231
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KalanLika bedeckt befindet. Das entgegen gesetzte Ende ist
breiter als der Durchmesser des Stocks, meißelartig gestaltet,
4 Zoll lang. Es finden sich Spuren eines ehemaligen
harzigen Ueberzuges daran.

Nro. 190. Ein musikalisches, harfenartiges Saitenin-
strument, auf sieben ganze und sieben halbe Töne berechnet,
mit Resonanzboden, aus hartem braunen Holze verfertigt
bis auf die Saiten vollkommen erhalten. Ein sehr schätz-
bares Monument.

Nro. 191. Ein Instrument von ähnlichem Holze, dessen
man sich beim Sitzen und Schlafen bedient haben soll, um
in dem krückenartig ausgerundeten Obertheil desselben den
Kopf, oder den Hals, oder den Ellnbogen zu legen. Auch
soll man drei Mumien also gelegt gefunden haben. Unter
den weiterhin zu nennenden kleineren Amuleten von Stein,
Porzellan und gebranntem Thon, kommen einige Exemplare
desselben Instruments vor, die unter andern Dingen dieser
Art in den Mumien gefunden waren. Man s. eine Abbil-
dung davon in Christ. Hertzog's Mumiographia me-
dica. Gotha, deutsch gcdr. 1718. auf der Kupfertafel
nr. 36.; und französisch ebendaselbst auf der nehmlichen
Tafel.

b. Bemalte Thierfiguren.

Nro. 192 — 196. Fünf liegende Figuren mit lang
herabhangenden Schwänzen, wie es scheint', Darstellungen
des Gams Niloticus von 1 Fuß, 6 Zoll, eines darunter
mit an die Seite gelegtem langen Hunde-Schwanz.

Nro. 197. Ein kleiner stehender, auf einem Sockel.

Nro. 198—222. Fünf und zwanzig sitzende Falken,
oder Sperberfiguren; einige vergoldet und versilbert.

c. B emalte Tafe ln.

Nro. 223 — 250. Lheils länglich viereckig und oben
bogenförmig abgerundet, halb mit größeren hieroglyphischen
Bildern bemalt, zur andern Hälfte mit Hieroglyphen-Schrift
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