Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: 281
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der Analogie angemessen, auch diesen Mausen eine tiefer lie-
gende Ausdeutung zu geben/ die wir/ wenn irgend eines
unserer kritischen Blatter und Recensionsanstalten einmal
eine andere Vignette, als den Homeruskopf oder das Käuz-
chen ganz allein, zu wählen Lust hätte, allen schlech-
ten Büchermachern zum abschreckenden Beispiel, Vordrucken
zu lassen, Vorschlägen würden.

B.

man das Rathsel durch die Erklärung zu lösen suchen/ daß wenn
die Venus Urania in Elis auf einer Schildkröte den Fuß setzend,
von Phidias gebildet wurde, wo man dieß auf die weibliche Einge-
zogenheit deutete (nach Plutarch Winckelmann über die Alle-
gorie, W erke II, 567.), hier auch der Vogel Minervas auf der
Schildkröte, als Zeichen der olnovpia der webenden, unter der
Pallas stehenden Matrone, sinnend ruhe. Allein wer mag hier das
Rechte errathen? Dann würde man auch sagen müssen, was der
Kauz auf einer alten Paste bedeute, den ein Hahn mit der einen
Kralle niederdrückt, und mit der andern einen Hammer führt, oder
der Trompeter (_Ü3t]vy 2ah,jny£T) in Winckelmann's Cabinet de
Stosch p. 557. nr. 17Z. jgo. Am leichtesten dürfte wohl noch das
Bild von einer alten Patera in Tischbein's Engravings T. III. pl. 33.
zu deuten seyn, wo Minerva, die Eule auf der Hand, einem durch
den Petasus als wandernd bezeichneten Heros zuspricht. Hier könnte
Italinsky, der an den von der Minerva berathenen Orestes
denkt, einmal das Rechte getroffen haben. Man denke auch an

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