Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: 374
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dehnterer Untersuchungen, die zum Zweck haben, die Quel-
len der römischen Topographie, also zunächst die 8erixw-
r68 de regionibus urbis zusammenzustellen und einen
Codex diplomaticus für die Resultate altrömischer Ort-
kunde zu liefern , als Bestandtheil des nun wirklich been-
digten Platnerschen Werks über Rom. Diese Arbeit hat
meinen Aufenthalt in Rom bedeutend verlängert und für
meine kunstgeschichtlichen Studien mir nur wenig Zeit
übrig gelassen. — Sie fragen mich über Professor Qua-
ranta in Neapel. Er lebt dort in bedeutender Abgeschie-
denheit von den Gelehrten seines Landes. Seine gründ-
liche und für Sprachkunde vielseitige Bildung hat ihm viel
Neid erregt, der seinen Beschäftigungen eben so sehr Ein-
trag thut, als sein zwar einträglicher, aber auch zeit-
raubender Antheil, den er, als Hauptredacteur, an dem
Giornale delle’ due Sicilie hat. Vor kurzem hatte er
zur Herausgabe einer herrlichen Amazonen - tazza in der
Vasensammlung des Museo Borbonico vom Direktor des-
selben, Arditi, die Erlaubniß zum Abzeichnen erhalten. Allein
dieß wurde von der Herculanischen Akademie hintertrieben.—
Ueber die Beschränkungen der Neapolitanischen Sammlun-
gen kann ich nicht so sehr klagen, als andere Reisende.
Die Gesetze sind so drückend als die Gefälligkeit der Ein-
zelnen groß. Auch ist bei aller Trägheit, die der Süden
mit sich bringt und die Regierung selbst nicht besser haben
will, die Thätigkeit der Neapolitanischen Gelehrten meines
Erachtens noch erfolgreicher, als die der römischen. Unter
den letztem gelten natürlich Filippo Aurelio Visconti
und Marini für die gelehrtesten, oloi vvv ßgoroi eigiv.
Ich hoffe, daß der Katalog des Museo Chiaramonte

Castore e con tanto fra questo e quello di Saturno, quanto non
tanto distante dal vico giugairo. Dieß alles wird durch den ÜIN
Ende beigefügten, in Kupfer gestochnen Plan vollkommen deutlich,
wobei auch noch mehrere andere bis jetzt streitige Punkte über das
fomm Romanum und lulium mit dem Tempel der Venus Eenetrix
ihre Abfertigung erhalten.
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