Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: 382
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es nun wohl erlauben, daß ich eine Anzahl Exemplare von
Frankfurt aus nach Dresden Ihnen übersenden ließe und
bei Ihnen deponiere, wie es nach Berlin an Rauch, nach
London an Cockerell und a. m. geschehen soll, zugleich mit
der erscheinenden Ankündigung des Werks, und wollen Sie
auf die Art mit zu denen Freunden gehören, welche meine
Unternehmung befördern? — Kestners, des Ihnen gewiß
erinnerlichen Freundes, Bruder hat die Besorgung des
Druckes und der ganzen Herausgabe übernommen. Ich
wünsche, daß meine Erörterungen über den Phigalischen Tem-
pel und dessen Bildwerke, welche durch fortgesetzte Studien
herangewachsen sind, und über Bau - und Bildkunst im
Allgemeinen sich verbreiten, Ihren Beifall ebenfalls ver-
dienen mögen, wie die Darstellung. — Die Anwesenheit
eines gelehrten Sprachkenners und Archäologen, Prof. Ger-
hard , ist mir jetzt im Umgang sehr schätzbar. Von meinen
Arbeiten kann ich Ihnen auch die Herausgabe Neugriechi-
scher Trachten und Sitten, nach der Natur gezeichnet und
auch colorirt, anzeigen; gegenwärtig beschäftigt mich zugleich
die Ausarbeitung des Werks über die Gräber von Grie-
chenland, worin 73» Kupferblätter, auch Reliefs, Vasen,
Thonbilder und Verzierungen enthalten sind. Von den
neusten Kunstprodukten in Rom kann ich nur noch Riepen-
hausens Schlachtgemälde, Heinrich der Löwe, und Schnorrs
Ariostische Frescobilder in der Villa Massimi als vielge-
rühmte Leistungen erwähnen. —

von Stackelberg
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