Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: 404
DOI Heft: 10.11588/diglit.9753.20
DOI Artikel: 10.11588/diglit.9753.25
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4°4

c.

London, den 3. Nov. 1324.

Sie erhalten hier die erste und zweite Nummer eines neuen
Münzwerks, mit dessen Erläuterung und Herausgabe ich
mich, wie ich Ihnen früher schrieb, jetzt am meisten beschaf-
tigt habe. Diese Setaction of ancient Coins, chief ly
öf Magna Graecia and Sicily sind eben so sehr auf ein
Prachtwerk, als auf eine literarische Seltenheit berechnet.
Nach des Besitzers, des Lord Northwick Willen, werden
davon durchaus nicht mehr als 250 Abdrücke gemacht.
Dann werden nach hier eingeführter Sitte (die wenigstens
jeden spätern Mißbrauch mit abgenutzten Kupferplatten,
der auch in Rom mit antiquarischen Kupferwerken noch alle
Tage getrieben wird, unmöglich macht) die Kupferplatten
vernichtet. So billig der jetzige Subfcriptionspreis ist, so
hoch dürfte wohl in der Folge der Preis unter den Lieb-
habern steigen. Sagen Sie dieß allen deutschen Liebhabern!
Gern will ich ihre Namen in die Subfcribentenliste ein-
tragen. *)

*) Select ancient coins chiejly from JVLagna Graecia and Sicily
from the Cabinet of the R. H. die Lord Northwick. The description
by G. H. Noehden, LL. D. o£ die British Museum. Imperial
Quarto, No. I. and II. rZZ/s. (bei Septimus Prowett, Subscrip-
tionspreis 15 Sh. für jedes Heft mit 5 Münztafeln und einem Com-
mentar von 16 S.) Lord Northwick sammelte während seines
lojahrigen Aufenthalts in Italien, zwischen 1790 — 1800. nur die
erlesensten Silbermünzen, die man Gemmen nennen kann, mit
außerordentlichen Kosten. Als sie Canova sah, wurde er so ent-
zückt dadurch, daß er dem Lord rieth, mit diesen echt plastischen
Jdealköpfen und Cameen in erlesenen Münztypen dasselbe zu thun,
was man (mit welchem Erfolg, ist hier nicht die Frage) immer mit
vertieft und erhaben geschnittnen Steinen gethan hat. Den kun-
digen Zeichner dazu schlug Canova selbst vor, seinen Schüler del
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