Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: 425
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lapidei {IV e s tendorpii) e vetustis tumulis Gro-
ninganis diu neglectis recens effossi.

Scrib. Lugduni Batav.
a. d. vm. m. Februarii a. cioiocccxxv.

C, J. C. Pieuvens.

3ufa| des H erau sgeb ers.

Ueber die zwei archäologischen Museen in
Haag und Leyden.

Es dürste für die Museographie im Allgemeinen nicht über-
flüssig seyn, zu bemerken, daß sich in Holland jetzt zwei
sehr bedeutende öffentliche Alterthumssammlungen be-
finden. Die Eine ist die Königl. Niederländische in Haag,
im alten Erbstatthalterschen Pallast in einem der Säle der
Kön. Bibliothek. Es ist ein Werk der drei letzten Prinzen
des Hauses Oranien. Ihr Stifter war der Großvater des
jetzigen Königs, der Erbstatthalter Wilhelm IV., der durch
Ankauf der Münzen und geschnittenen Steine im Besitze
des Grafen von Thoms, Schwiegersohns des berühmten
Boerhave, die Graf Thoms zum Theil selbst mit großem
Luxus in Kupfer stechen ließ, der Sammlung Bedeutung
und Wichtigkeit gab. Wilhelm V. fuhr fort sie zu vermeh-
ren. Nur das Beste daraus in Gold-, Silber- und Bron-
^emünzen und in geschnittenen Steinen konnte er bei seiner
Flucht retten. Alles übrige wanderte nach Paris in die
damalige National-Bibliothek (S. Cointreau Histoire
du Cabinet des medailles et Antiquites de la Biblio-
tlieque nationale, Paris iZoo. p. ZZ.) oder kam in
die Hände Pariser Liebhaber. Dieser Raub wurde auch
nach der Restauration nicht zurückgegeben. Der nunmeh-
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