Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: 431
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Zn der Anmerkung zu dieser Stelle S. ZZ. giebt nun
Reuvens eine Uebersicht des Museums, woraus wir folgen-
des auszeichnen: Gerhard Papenbroek, Oberschöffe von
Amsterdam, vermachte sein mit großen Kosten veranstaltetes
Antiquarium im Jahre 1740 der Universität Leyden, wo-
durch Oudendorp veranlaßt wurde, eine Beschreibung
desselben 1746 in 4. zu Leyden herauszugeben. Manches
daraus hatte früher schon Maffei in der Verona illu-
strata bekannt gemacht. Bald wurde diese Sammlung
durch Schenkung des Holländischen Consuls in Smyrna,
von Hochepied, und durch Ankauf der von Santen-
schen Münzsammlungen vermehrt. Darüber hat te Wa-
ter im Anhang zu seiner Narratio de rebus academiae
Lugduno Batavae berichtet. Einen höchst willkommenen
Zuwachs erhielt das Museum vor wenigen Jahren durch
das Geschenk des Königs, der ihm die in dem K. Museum
befindliche große Mionetsche Sammlung von Münzpasten
schenkte, worauf auch die schönsten Gypsabgüsse antiker
Statuen, die in Paris verkauft wurden, und die vollstän-
dige Sammlung der Elginschen und Phigalischen Marmor-
abgüsse aus dem brittischen Museum in den Jahren 1819-
1821 angeschafft wurden. Neue bedeutende Ankäufe wur-
den von dem, 16 Jahre in Tunis sich aufhaltenden gelehr-
ten Major von Humbert gemacht, wodurch auf einmal
durch die mit punischen Inschriften und Bildwerken verse-
henen Kegel und andere Denkmäler aus jener Gegend, eine
neue Quelle für die Forschung carthagischer Sprache und
Alterthümer geöffnet wurde. Altathenische Vasen mit Ge-
mälden, griechische Inschriften und Münzen wurden von
dem in Athen lange sich aufhaltenden Rottiers gekauft. Prof.
Reuvens schenkte selbst mit seltner Uneigennützigkeit man-
ches aus seiner eignen Sammlung, unter andern die In-
scriptio Burmannia, ins Museum. Vieles aus hollän-
dischen Nachgrabungen, besonders in der Gegend von Nim-
wegen, kam auf Anordnung der Regierung dahin. Die
Arnzenische Münz - und Alterthumssammlung wurde gekauft.
Wilkins in London schenkte eine Abschrift von Babylonischer
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