Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: 442
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Behauptung beglaubigt wird, daß Phönicische Spuren dort
verschwunden sind. H. Gierlew, während seiner Studien
in Halle ein Lieblingsschüler Wolfs und also gewiß mit allen
Vorkenntnissen ausgerüstet, war 6 Jahr lang K. Dänischer
Cvnsul in Tunis, und lebt jetzt wieder in seinem Vaterlande
Kopenhagen, dem er, an die rechte Stelle gesetzt, vielfach
nützen könnte. Schade, daß er außer einigen in Dänischen
Journalen abgedruckten Briefen ein größeres Werk über seine
antiquarische und statistische Forschung an Küsten, die uns
noch immer ein verschlossenes Land sind, herauszugeben sich
nicht entschließen konnte. Denn fast ist alle Hoffnung ver-
schwunden, des Grafen Borgia Werk, zu welchem er selbst
so vieles beigetragen hatte, je im Druck erscheinen zu sehn.
Ueber das benachbarte Tripolis erhielten wir wenigstens des
Genuesers Della Cella Briefe, die er auf seiner 1317
von Tripolis nach Cyrene unternommenen Reise an seinen
Freund, den 1). Viviani schrieb, in dem zu Genua 1319
erschienenen Viaggio da Tripoli di Barberia alle kon-
tiere occidentali dell’ Egitto (222 S. in Z.) und ein
weit ausführlicheres und genaueres Werk dürfen wir von
dem auf Kosten des Königs von England zur Erforschung der
Küsten und Alterthümer von Tripolis und Cyrenaika auf
einem besonders dazu gerüsteten Schiffe zu Ende des Jahres
1323 ausgeschickten Capitain Smith erwarten. Allein
über Tunis selbst herrscht noch immer ein tiefes Stilb
schweigen.

B.
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