Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: 456
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gern Entzifferungsversuche ist man so weit gekommen, die
Namen der Aegyptischen Pharaonen aus den verschiednen
Dynastien lesen zu können, und da finden sich nun diese
Namen wirklich auf so vielen Scarabäen, daß man sie für
eine Münzlegende nehmen könnte. Selbst ihr Durchlöchert-
seyn dient zur Unterstützung dieser Hypothese. Man trug
sie an Fäden gereihet. Freilich ist das Stillschweigen aller
Schriftsteller über diesen Gebrauch der Scarabäen befremdend.
Aber sie sprechen ja überhaupt von keiner altägyptischen Münze.
Vielleicht entschließt sich Hr. Direktor v. Stein büch l selbst,
seiner ersten Sammlung: Learsdees figures duMusee d’An-
tiques de S. M. l’Empereur, Wien 1324. in gr. 4. worin er
Zly Hieroglyphenbilder von Scarabäen mittheilt, die sich im
Kais. Kabinet in Wien befinden, (auf 4 großen Kupfertafeln)
bald eine zweite Sammlung folgen zu lassen, und in der Vor-
rede diese wenigstens geistreiche Hypothese seines College» in
Turin einer genauern Prüfung zu unterwerfen. Ueberhaupt
dürfen wir über das Kais, altägyptische Kabinet vom Hrn. v.
Steinbüchl von Nheinwall gewiß noch die interessantesten
Aufschlüsse erwarten.

B.
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