Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: 457
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XI.

Nachtrag z u r Museographie.

Das Antiken-Muse um in Turin
im I u l i 1323.

2as Turiner Museum ist neuerlich durch den Ankauf der
Drovettischen Sammlung eines der ersten in Europa, in
Hinsicht auf ägyptische Alterthümer, geworden. Ich sah
es noch, ehe dieselbe von Livorno nach Turin gebracht war,
in einem Zustande, der, sowohl was Inhalt als was Auf-
stellung betrifft, sehr mittelmäßig zu nennen wäre, wenn
nicht einige wenige Werke zu den bedeutenden gehörten.
Gerade unter diesen sind mehrere spät hinzugekommene, deren
weder Maffei im Anhang zum Museum Veronense,
noch Ricoloi und Rivautelli, die Verfasser der Mar-
mora Taurinensia, noch Millin in seiner Reise durch
Savoyen erwähnen, und deren Bekanntmachung mithin von
Interesse seyn dürfte. Weil jedoch überhaupt dem Archäo-
logen eine möglichst vollständige Kenntniß der Ueberreste des
Alterthums nothwendig ist, so hielt ich es nicht für über-
flüssig, den gesammten Inhalt des Museums zu verzeichnen,
und theile Ihnen diese Notizen hier mit, indem ich es ganz
Ihrem Gutdünken überlasse, sie nur theilweise oder sämmt-
lich in die Amalthea aufzunehmen.

Das Museum verdankt seine Entstehung bekanntlich dem
Marchese Maffei, welcher den König Viktor Amadeus II.
veranlaßte, die bei Abtragung der Bastion 1a Consolata
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