Eike <von Repgow>  ; Amira, Karl von [Hrsg.]
Die Dresdener Bilderhandschrift des Sachsenspiegels (Band 2) — Leipzig, 1925

Seite: 12
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fenestrati — (z.B. 4a 3, 4, 15b 6, 18b 1—4, 22a2, 27a 1,2, 5, b 5,
30b 3, 4, 36 a 4, 38 a 1,2, 57a 5 (nebst Beil.), 58a 3, 5, bl—5, 59b 1,
60 a 1, 2, 4, 5, 61 a 1, 3, 4), während ganz geschlossene Schuhe sel-
tener sind (z.B. 15 a 2, 4, 20b 3, 24 a 5, 34 a 1,2, 38b 4). W folgt
dem Muster von D (Spangenberg a.a.O. tab. IX, IXa, Kopp
a.a.O. II 11, 13, 16, 23). Absätze („Flecke") scheinen unbekannt,
beim Gehen auf Unterschuhen („Trippen") auch ungeeignet. —
Reiterstief el kommen bloß zu symbolischen Zwecken inD 12 al,
13b 4, O20bl, 23b 3 vor.
Als Überkleid über dem Rock dient der Mantel, in D außerdem
DijaÄcrk™el" einmal (10a 5) für Frauen eine Ärmel jacke (suckenie ?), die
von dunklerer Farbe als der Rock und noch aus andern Denk-
mälern derselben Zeit nachweisbar ist (A. Schultz, Deut. Leben
Abb. 255, 256, 267). Der Mantel, im Halbkreis geschnitten und
ärmellos, erscheint in zwei Hauptformen, einer für Männer und
Der Männer- emer fur Frauen. Der Männermantel reicht in der Regel nur bis

mantel °

zu den Knien und wird über der rechten Schulter festgesteckt oder
geknöpft (D9a2, 3, 12a 3, 18a 5, 24b 5, 41a 2, 46b 5, 47b 4, 50a 4,
0 47 a 2, 70 a 3, 73b 1). In O aber kommt er einmal (32a 2) be-
trächtlich länger und mit einem Fürspang über der Brust ge-
schlossen vor. Die grüne Farbe scheint beim Mantelstoff bevor-
zugt. In D kommt ein gelbes Futter dazu, in H und O zuweilen ein
Fehkragen (TD. XIX 2 nebst Kopp I, 98, XXVI 8, O 29a 1). Der
Der Frauen- Frauenmantel liegt meist lose über den Schultern, von wo aus er,

mantel ° 7 '

vorn offen, zum Boden hinabfließt. Riemen oder Schnüre (Tas-
sein), welche über der Brust die Mantelflügel verbinden, waren
wohl den Zeichnern zu nebensächlich. Auf den mehr ins einzelne
gehenden Monumenten fehlen sie kaum jemals. S. z. B. die Abb. bei
W. Bode, Deut. Plastik 53, 56, 64, Hottenroth a.a.O. Tal 5,
Fig. 6, A. Schultz, Höf. LebenU, Abb. 71, 82, 88, 89, 90, 95, 96,
und vgl. Hottenroth a. a. O. Figg. 4, 7, 18, Schultz Abb. 112. Zu-
weilen wird der Frauenmantel über der Brust, seltener über der
rechten Schulter geschlossen (D 5 b 5, 7 b 2, 8 b 3, 4, 9 a 5, b 3, 12 a 6
—13b 5?, bl). Einen Kragen hat weder der Männer- noch der

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