Eike <von Repgow>  ; Amira, Karl von [Hrsg.]
Die Dresdener Bilderhandschrift des Sachsenspiegels (Band 2) — Leipzig, 1925

Seite: 37
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1150) ebenda Nr. 268, 271, 272, im Cod. Vindob. 942 a. a. 0. Nr. 401,
im Hortus deliciarum ed. Straub, pl.XVIII, XXV bis, LXI, LXII,
LXIV, LXXI, weiterhin auf einer Miniatur (um 1200) des German.
Museums zu Nürnberg, abgeb. in den Mittheilg. 1884 S. 25 und bei
Essen wein, Bilderatlas Taf.XXXXII2, im Clm. 14159 (um 1200),
im Psalterium von Marienthal und im Ms. A165 der Dresdener
Staatsbibl. (13.Jahrh.) bei Bruck a.a.O. 81, 72, ganz besonders
scharf auf den Glasgemälden zu Klosterneuburg und Hl. Kreuz
(13. Jahrh.), abgeb. bei A. Camesina, Die ält. Glasgemälde usw.
(1857) Fig. 2, 3, 17 und Taf. I, III, V, VI, XI—XIII. Aus dem 14.
Jahrhundert nenne ich Miniaturen im Cod. Heimst. 35 a 22 zu Wol-
fenbüttel, in der Hs. A 302 2° der Stadtbibl. zu St. Gallen und viele
andere im Cgm. 6406 (ca. 1300—1325), Cgm. 11 und Cgm. 5 (um
1370), sowie eine Gewölbemalerei zu Bergheim, abgeb. bei Aus'm
Weerth a. a. O. Taf. 39. Inzwischen entwickeln sich Varianten da-
durch, daß sich die Krempe in einem scharfen Winkel vom Kegel-
rand abgrenzt, wie im Clm. 5118 (12. Jahrh.) fol. 77b und bei Kon-
rad v.Scheyern im Clm. 17401 fol. 24a, 52b (Phot. PI. Nr. 1391,
1392), ferner in Cod. Clm. 23 094 (um 1250) fol. 38 a, 50a bei Hase-
loff, Malerschule Taf.XLVI107, im Clm.11308 (PI. Nr. 1170),
im Clm. 3900 (ca. 1250) fol. 147, Clm. 2640 (um 1250), 2641 an
vielen Stellen, im Cod. Vindob. 1179 fol. 193 a, 194, 195 a, 246, Cod.
Vindob. 1198 fol. 5 b, Cgm. 6406 (um 1300, Phot. PI. Nr. 4378, 4379),
auf einem Glasgemälde im German. Mus. Nr. 72 (1380—1400), ab-
geb. im Katal.2 S.U. Die Krempe wird aber immer breiter und
setzt rechtwinklig vom Kegel ab wie auf dem Kanzelrelief zu Wech-
selburg oder den Skulpturen am Lettner des Doms zu Naumburg
(Bergner, Naumburg und Merseburg Abb. 34, 35, 37, Bode,
Gesch. d. deut. Plastik 47, 60). Schließlich erhebt sich senkrecht
über einer in einer geraden Linie breit ausladenden Krempe anstatt
der kegelförmigen Spitze nur noch ein Schaft mit einem Kugel-
knauf, so in Clm. 4523, 19 414, 23 425 (sämtlich 14. Jahrh.). Diese
Variante leitet über zu dem jüngeren Typus des Judenhuts, wie wir
ihn in D und W und in vielen andern Denkmälern des Spät-MA.

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