Eike <von Repgow>  ; Amira, Karl von [Hrsg.]
Die Dresdener Bilderhandschrift des Sachsenspiegels (Band 2) — Leipzig, 1925

Seite: 316
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führt, tritt jemand auf, der es „zu Borge gert", d.h. der sich erbietet
es als Bürge in Verwahrung zu nehmen (s. Planck, Gerichtsverf.
II 272), sei es sofort oder nach den ersten 14 Nächten oder nach
den zweiten (dries vber virzennacht), worauf die drei hinter dem
Bürgen übereinander stehenden Zahlzeichen gehen (Bd. I Einleitg.
27). O deutet nicht die drei Termine an, zu denen man für das
Pfand einen Verwahrer sucht, sondern die 6 Wochen, während
deren es überhaupt aufbewahrt werden muß. Das eine wie das
andere kann dem Original X entsprechen.

21b (Taf. 42) 3. 3. Zu Ldr. I 70 § 2: So sal man das pkant vor di schult vorsezzen.

Farben: 1) Bock grau, Beinkl. und Hut gelb; — 2) Bock rot,
Beinkl. gelb. Bildbuchst. S lichtgrün.

== W 27 b 3. Im Gegensinn, aber sachlich übereinstimmend O
37 b 1; der Jude zählt das Geld dem Empfänger in dessen Mantel
hinein.

Verwertung per Gläubiger, durch seine Farben vom Pfandverwahrer in Nr. 2

des Pfandes ° '

unterschieden, versetzt das Pfand einem Juden (s. oben 35—39).
Dieser führt das Boß weg, während er dem Gläubiger die Schuld-
summe auszahlt.

21b(Taf.42)4. 4. Zu Ldr. 70 § 3: Wer so vmme vngerichte — al zu haut.

Farben: 1) Bock grün, Beinkl. rot; — 2) Bock rot, Beinkl. grau;
— 3) Bock blau, Beinkl. rot; — 4) Bock rot, Beinkl. mi parti gelb
und weiß; — 5) Bock grün, Beinkl. mi parti gelb und weiß; —
6) Bock blau, Beinkl. mennigrot; — 7) Bock rot, Beinkl. gelb; —
8) Bock grün, Beinkl. mennigrot; — 9) Graf s. oben 48f. Bild-
buchstabe W golden auf Menniggrund.

= W27b 4. Mehr gedrängt und mit Abweichungen O 37 b 2: der
Graf hält in der 1. Hand das Schwert und erhebt die r.; der Platz
von Fig. 1 und 2 ist vertauscht.
Klage mit Mit dem Schwert über der r. Achsel (s. oben 113, 258) tritt der

Gerüft und '

obersiebnen Gerüftschreier (Fig. 1) vor das Gericht. Er deutet mit dem 1. Zeige-
finger gen Himmel, wo Mond und Sterne stehen, weil es noch

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