Eike <von Repgow>  ; Amira, Karl von [Hrsg.]
Die Dresdener Bilderhandschrift des Sachsenspiegels (Band 2) — Leipzig, 1925

Seite: 367
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errichtete Gebäude mit dem Grundstück an den Erben ihres
Mannes gefallen, das Grundstück ist dem Erben „ledig" geworden.
Er nimmt von dem Bauwerk, auf das als ihm gehörig er mit der
1. Hand deutet, Besitz, indem er in H mit der r. die Tür ergreift.
Vgl.21a5, 6, J.Grimm, RAM282. Daß er an die Türangel
(haspa) greift, wie Weber a.a.O. und Homeyer (Anm. zum
Text) wollen, halte ich doch jetzt für viel zweifelhafter, als ich
selbst noch in Handgeb. 255 geglaubt hatte. D läßt es bei Hand-
bewegungen des Erben bewenden, die man je nach gutem Willen
als Besitznahme auslegen oder nicht auslegen kann.

4. Zu Ldr. II 21 § 3: wen ein iclich man — uf irme lipgedinge. 27a (Taf. 53)4.
Farben: 1) Bock blau, Beinkl. grün; — 2) Bock rot, Mantel grün.

Das Gebäude blau. Bildbuchstabe h dunkelblau.

= W 31 a 4. Im wesentlichen entsprechend H 7 a 4 (TD. VII 4) O
46b 2: das Gebäude mehr schematisch und erst in der Ausführung
begriffen; der Mann auf der Leiter führt in der B. einen Hammer
und zeigt mit der L. nach oben; in O streckt die Frau den r. Zeige-
finger auf und weist mit der L. auf den Bau. Farben in H: 1) Bock
von Bot und Weiß quer gestreift, Beinkl. unbemalt; — 2) Bock fy*«*^
grün, Schleier weiß, Schuhe rot. Die Pfosten des Gebäudes rot, die
Giebel gelb, das Dach grün, die Leiter gelb. Bildbuchstabe h
Mennig.

Die Witwe ordnet den Bau auf ihrem Leibgeding an (Befehls- ^IZ^
gebärde). Der Fingerzeig des Arbeiters dürfte sich nicht sowohl
auf das Dach des Hauses als auf Nr. 3 beziehen, weil der illustrierte
Bechtssatz mit dem vorausgehenden in Zusammenhang steht. Auch
der Bildbuchstabe ist diesem entnommen. Über den Sinn des Satzes
wen ein iclich man usw. s. Homeyer, Des Ssp. zweiter Theil
II 524.

5. Zu Ldr. II 21§ 5: Lief ovch — mit dem gute. 27« (Taf. 53)5.
Farben: 1) Bock rot-grün quergestreift, Beinkl. grün; — 2) Bock

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