Eike <von Repgow>  ; Amira, Karl von [Hrsg.]
Die Dresdener Bilderhandschrift des Sachsenspiegels (Band 2) — Leipzig, 1925

Seite: 400
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Knecht (Fig. 2), d. h. er schickt ihn vorzeitig aus dem Dienst, zahlt
ihm aber den Lohn. Der Knecht, indem er den Lohn entgegen-
nimmt und in die Ferne (nach 1.) deutet, wendet sich zum Abzug.
Wegen der Textverschiebung s. oben S. 393.

W35b (Ergänzungstafel 3, Text in Bd. I Einleitg. 34)

W3taf(?fnZ" L Zu Ldr-11 33 (XXXIX): Welch Knecht — als im geburt.

Abweichend und mehr gedrängt 0 52 b 2, wo nur 4 Personen
deutlich sichtbar, Fig. 1 anstatt eines Ringes eine Münze empor-
hält, Fig. 4 aus einem Hause schreitet, während Fig. 5 im Hause
steht; mit der 1. Hand nimmt Fig. 4 die Geldstücke und ergreift
sie gleichzeitig die r. Hand von Fig. 5, die kein Schapel trägt.

Dienstaustritt Auch hier ist W im allgemeinen besser als O, mangelhaft jedoch
insofern, als in W das Haus fehlt. Die Zeichner der Y-Gruppe
konnten es für entbehrlich halten. Der Knecht (Fig. 4) verläßt
seinen Dienstherrn. Er tritt aus dessen Haus und verheiratet sich,
indem er und eine Jungfrau (Fig. 1) Ringe wechseln (s. oben 119).
Wie dieser Grund seinen Dienstaustritt rechtfertigt, so der Anfall
der Vormundschaft über die „Kinder" (Figg. 2 und 3), welche
hilfsbedürftig die Hände zu ihm erheben. Mißverstanden sind in
O die 1. Hand des Knechtes und die r. Hand des Herrn. Dieser
entrichtet jenem den verdienten Lohn.
Wegen der Textverschiebung s. oben S. 393.

W3tabf.(5rfnz" 2- Zu Ldr-11 40 § 1: Wes hunt — ane sine gewer nimt.

Im wesentlichen = O 52 b 4.
Übeltaten von p,jur ^er Tatbestand ist dargestellt. R. wird ein Mann von einem

Haustieren 0

Pferd totgetreten. L. sieht man den Eber und den stößigen Ochsen,
die der Text nennt. Das übrige schadenstiftende „Vieh" wird durch
einen Bock vertreten. Der Eigentümer gibt uns durch seine Schutz-
gebärde (Handgeb. 225) zu verstehen, daß er die Tiere in seine
Gewere nimmt.

Von diesem Kap. an stimmt die Reihenfolge wieder mit der
Vulga'ta überein.

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