Eike <von Repgow>  ; Amira, Karl von [Hrsg.]
Die Dresdener Bilderhandschrift des Sachsenspiegels (Band 2) — Leipzig, 1925

Seite: 410
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3ia (Taf. 6i) 4. 4. Zu Ldr. r. II 47 § 4: Wer ein w'e fo'&f — secAs phennige; 1. zu § 5
Vngewunnen — ane wandil.

Farben: Rock bräunlich, Gugel rot, Beinkl. rötlich. Die Hörner
der Tiere grün (wie unten in Nr. 6). Die Gewächse (Bäume) grün.
Der Wagen gelb. Bildbuchstabe W golden auf blauer Zeichnung,
V lichtgrün.

=-• W 37 a 4. Im Gegensinn und abweichend 0 55 a 4, 5, 55 b 1
(wegen der Auflösung des einen Bildstreifens in 2 s. Geneal. 369),
wo der Hirt mit dem r. Zeigefinger auf die Gewächse deutet und
mit der 1. Hand sich auf seine Keule stützt; neben ihm sein Horn
und sein Hund, in 55 a 5 zwei Schafe auf einem Rasen, in 55 b 1
neben den Pferden der Fuhrmann.
Auftrieb j> treibt der Hirt sein Vieh auf eine andere Gemarkung und

auf fremdes

Gemeinland macht sich dadurch einer Buße von 6 Pfennigen schuldig, wie

wenn er das Vieh allein gelassen hätte. Er deutet daher aufwärts,

Fahren über nämlich nach Nr. 2 (falsch O). L. fährt ein Wagen über „un-
unbebautes

Land gewunnen" Land. Dieses wird exemplifiziert durch Land, das mit
Gestrüpp bestanden. Es wird kein „Wandel" verschuldet. Daher
keine Person zu sehen! Eine analoge Versinnbildung des Nicht-
eintretens eines bestimmten Vorgangs s. oben in 30 b 2 (S. 406)
sowie unten Nr. 6. Falsch daher 0 55 b 1.

3ia (Taf. ei) 5. 5. Zu Ldr. II 48 § 1: Was der hirte — gelden.

Farben: 1) Rock graubraun, Beinkl. rötlich; — 2) Rock grau-
braun, Gugel rot, Beinkl. rot; — 3) Rock rot, Beinkl. graubraun.
Bildbuchstabe W Mennig.
=-=W37a5. Sachlich entsprechend 0 55 b 2.
,DerTT.. Der Hirt steht abgewendet von seinen Schafen, d.h. er läßt sie

sorglose Hirt 0 '

ungehütet. Inzwischen raubt ihm der Wolf ein Stück und trägt
ihm ein anderes der Dieb fort. Dafür — er weist mit der Keule in
der 1. Hand auf diese Begebenheiten zurück — zahlt er den Ersatz
an den Vieheigner, der ebenfalls auf die Folgen der Nachlässigkeit
seines Hirten deutet.

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