Eike <von Repgow>  ; Amira, Karl von [Hrsg.]
Die Dresdener Bilderhandschrift des Sachsenspiegels (Band 2) — Leipzig, 1925

Seite: 489
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sene Fußbekleidung in H, richtiger als in O die kurze Haartracht
in D und H (s. oben 22).

2. Zu Ldr. III 26 §3: Disen stu.1 — ebinburtigen swertmag. «a (Taf.79)2.
Farben: 1) Rock grau, Beinkl. rot; — 2) Rock rot, Beinkl. grau.

Bank und Stuhl gelb. Bildbuchstabe D Mennig.

= H16a 2 (TD. XVIII1). Vollständiger O70a4, wo der Stuhl
deutlich als Lehnstuhl gezeichnet (Geneal. 372) und unterhalb des-
selben schräg zwischen den beiden Personen ein Schwert sicht-
bar ist. — Farben in H: 1) Rock r. gelb, 1. von Rot und Grün in
Weiß quergestreift, Beinkl. grün, die Bank grün, der Stuhl gelb; —
2) Rock von Gelb und zweimal Grün in Weiß quergestreift, Beinkl.
rot, Bildbuchstabe D blau; Ordnungszahl XXVII mennig.

Der Vater (Fig. 1) durch seinen Bart als der Ältere und als Vererbung des

x ° ' Schöffen-
Schöffe durch die Bank, worauf er sitzt (vgl. oben 101 f., Bd. I Stuhles

Einleitg. 25) vererbt seinen Schöffenstuhl auf seinen Sohn (Fig. 2).

Das Vererben drückt die subjektive Symbolik des Künstlers durch

das Überreichen aus. Das überreichte Gestell können wir nur als

Bank auffassen (s. oben 101). A. M. Planck, Gerichtsverf. 1104

N. 14, der in dem Gestell einen „vierbeinigen Stuhl ohne Lehne"

erblickt. Wegen des Stuhles in 0 s. oben 101. Daß Fig. 2 nicht bloß

den Sohn, sondern überhaupt den „nächsten ebenbürtigen

Schwertmag" vorstellt, zeigt das Schwert an, das in 0 erhalten, in

den Hss. der Y-Gruppe vergessen ist. Auf die Verwandtschaft der

beiden Personen beziehen sich vielleicht die Farben, womit D

zwischen ihnen wechselt.

3. Zu Ldr. III 27: Swer ein wip — das di [muter] treit. 40a (Taf. 79) 3.
Farben: 1) Rock rot, Beinkl. grau; — 2) Rock grau, Reinkl. rot;

— 3) Rock rot; — 4) Rock der Frau rot, des Kindes rot. Bildbuch-
stabe S golden in blau und Mennig.

= H 16a 3 (TD. XVIII 2). Im Gegensinn und abweichend O 70b 1,
wo der Geistliche in der Casel und stehend. — Farben in H:

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