Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Katalog der sehr werthvollen Sammlung von Künstler-Lithographien aus dem Besitze eines bekannten Berliner Kunstfreundes: enthaltend die kostbarsten und seltensten Blätter aus der Erfindungs und Blüthezeit der lithographischen Kunst in chronologischer Anordnung ... ; Versteigerung 20. März 1902 und folgende fünf Tage (Katalog Nr. 66) — Berlin, 1902

Seite: 3
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16 Brief des NCusikverlegers A. Falter an Gombart & Co. in Augsburg, in dessen Begleitung
derselbe neue lithographische Musikalien sendet und Gombart Rathschläge über geschäft-
liche Abmachungen mit den Brüdern Senefelder giebt. München, 27. August 1804.
1 l/a Seiten 4, eigenhändig, mit voller Unterschrift und Adresse.

17 Fr. Knecht, Vertrauensmann des Johann Andre und Leiter der Anstalt von A. Senefelder.
Im Jahre 1818 reist er mit dem Frfinder nach Paris und richtet mit ihm dort eine litho-
graphische Anstalt ein. 3 Briefe, insgesammt 8 engbeschriebene Quart-Seiten an Johann
Andre in Offenbach über die Herausgabe des Senefelderschen Lehrbuchs und über den
Yortheil desselben. Mit einer Fülle interessanter Details, einer Characterisirung Senefelders
und mit finanziellen Angaben. München. 21. November. 1. u. 4. December 1818. Eigen-
händig, mit voller Unterschrift und Adresse.

Von höchster Wichtigkeit.

18 Karl Thienemann. Buchhändler in München, hatte den Vertrieb des Senefelder*schen
Lehrbuches übernommen. Brief an Joh. Andre in Offenbach. München, 14. Februar 1818.
1 Seite 4. eigenhändig und mit voller Unterschrift.

19 Quittung von Domenico Quaglio über fl. 66.—. welche ich Unterzeichneter für eine Stein-
zeichnuna;, den Münster in Ulm vorstellend, von den Herren Strixner und Piloti richtig-
empfangen zu haben hiermit bescheine. München, den 27. März 1818. „Domenic Quaglio".

20 Kontrakt zwischen Herrn Nep. Strixner und Jos. Selb, die Errichtung einer gemein-
schaftlichen lithographischen Druckerei betreffend. München, den 8. November 1819.
3 Folio-Seiten Text mit eigenhändiger Unterschrift beider Contrahenten.

21 Nepomuk Strixner an die Lithogr. Artist.-Anstalt in München: zur Aufklärung und
Beseitigung von Misshelligkeiten, entstanden während der Herausgabe der Boisseree-Galerie.
3 Folioseiten, z. Theil eigenhändig und voll unterzeichnet. München, August 1830.

22 Inschrift aus dem 16. Jahrhundert. Abdruck des ersten hochgeäzten Steines aus dem Jahre
1531. aus dem Nachlasse des Benedictiner-Paters Ulbrich Ruisch. Ferch] pag. 88.

Aeltestes Dokument der Kunst erhaben auf den Stein zu ätzen und von äusserster Seltenheit.

23 XX Duos tres faciles pour deux cors composees par Franc, Gleissner. Acht Blatt Notendruck

in Originalumschlag, kl. qu. fol. K. KL. prl. chemische Druckerey, Wien. 1801- 1802.

Senefelder Lehrbuch pag. 88.

Diese Notendrucke, die aller frühesten der Lithographie in Wien sind von der
höchsten Seltenheit und heute fast unauffindbar geworden.

24 Overture aus der Oper Swetarts Zauberthal für zwey Violine von Hr. Anton Fischer.
Sieben Seiten Notendruck u. Titel, fol. Ebendaselbst. 1801 — 1802.

25 Overture aus der grossen heroischen Oper Die Samniterinnen für zwei Violinen von
Hrn. Kapellmeister v. Seyfried. Sieben Seiten Notendruck und Titel, fol.

Ebendaselbst. 1801 — 1802.

26 Yariations pour le forte piano sur une marche par Louis van Beethoven age de dix ans.

Sechs Seiten Notendruck und Titel, qu. fol. Ebendaselbst. 1801 — 1802.

27 Journal für Quartetten Liebhaber auf zwey Violinen, Alt et Basso. Vierzehn Seiten Noten-
druck und Titel, fol. Ebendaselbst. 1801 — 1802.

28 Grand variations pour le forte piano sur le Quintett du Ballet Figaro par L"abbe Gelinek.
Siebzehn Seiten Notendruck und Titel, qu. fol. Ebendaselbst. 180! —1802.

29 Ueber die frühesten universalhistorischen Folgen der Erfindung der Buchdruckerkunst. Mit:
Vollständiges lithographisches Fac Simile des ältesten bisher bekannten deutschen

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