Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Katalog der sehr werthvollen Sammlung von Künstler-Lithographien aus dem Besitze eines bekannten Berliner Kunstfreundes: enthaltend die kostbarsten und seltensten Blätter aus der Erfindungs und Blüthezeit der lithographischen Kunst in chronologischer Anordnung ... ; Versteigerung 20. März 1902 und folgende fünf Tage (Katalog Nr. 66) — Berlin, 1902

Seite: 5
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43 12 Blatt: Costumes du royaume des deux Siciles. Levilly lith. kl. fol. Colorirt. I826.

44 Griechischer Tempel mit einer Kuhheerde im Vordergrund. Baltar fec. kl. qu. fol. um 1826.

45 St. Bruno d'apres le tableau de Le Sueur. Mad. Negelen del. um 1826.

46 Hotel de ville de la Rochelle. Fromentin Dupeux pinx et del. um I826.

47 5 Blatt: Brustbilder von Briones Pacha, Jussuf Pacha, Miaulis. Solimann Bey, Germano
Eveque. Levilly del. fol. um 1826.

48 2 Blatt: Brustbilder der hervorragendsten Philhelenen und deren türkischen Gegnern. Vier
Bildnisse auf jedem Blatte. Levilly pinx. fol. um 1826.

49 Sir Walter Scott, der berühmte schottische Dichter, Brustbild. Trolli del. fol. um 1830.

THEOBALD UND CLEMENT SENEFELDER. Brüder des Erfinders, waren wie er zuerst Schauspieler, wurden
nachher Lithographen und richteten als solche lithographische Anstalten in Augsburg, Regensburg und anderen
Städten ein, zuletzt in München.

50 29 Blatt: Turnierbuch Herzogs Wilhelm des Vierten von Bayern. Mit Erklärungen begleitet
von Friedrich Schlichtegroll. Mit Silber gedruckt und ausgemalt, schm. gr. qu. fol. Siehe
Ferchl pag. 64. München 1817.

Die einzig bekannte treue Nachbildung dieses historisch hochinteressanten und künstlerisch wohl
unübertroffen gebliebenen Turnierbuches. Von grösster Seltenheit.

51 5 Blatt aus dem Turnierbuche Herzogs Wilhelm des Vierten von Bayern. Fünf Blatt in
schwarz und Silber gedruckt, eines derselben ausgemalt, schm. gr. qu. fol. Ferchl pag. 64.

München 1817.

52 2 Blatt: Die Hälften von zwei Darstellungen aus demselben Werke. Ein Blatt ausgemalt,
das andere in Silber und schwarz gedruckt, qu. fol. München 1817.

53 Almanach auf das Jahr 1827. Mit 11 Abbildungen. In Gzlederbd. 47x43jnm. München 1826.

Das kleinste lithographische Druckwerk und von grösster Seltenheit.

THEOBALD SENEFELDER UND CARL MARIA VON WEBER.

54 Variationen fürs Klavier oder Piano-Forte. Dem Herrn Joh. Nepom. Kalcher. berühmten
Klavier-Meister und Compositeur in München dem unvergesslich verehrungswürdigsten
Freunde achtungsvoll gewiedmet und componiert von Carl Marie von Weber. Nro. \.
zu haben in München bey dem Vervasser. Auf Stein graviert von Theob. Senefelder.
Die Widmung ist datirt München, 6. Juny 1800. Titel. Widmung und letzte Notenseite,
qu. fol.

Es ist bekannt, das:: obgleich auf dem Titelblatt Th. Senefelder als Lithograph genannt ist, das
Werk thatsächlich von dem damals 13jährigen Carl Maria von Weber selbst lithographirt wurde.
Von höchster Seltenheit, war auch Ferchl unbekannt geblieben und fehlte auch in
seiner jetzt in der Kgl. Bibliothek zu München befindlichen Sammlung.

KARL SENEFELDER, Bruder des Erfinders, war ebenso zuerst Schauspieler, dann Lithograph. Hat als solcher die
Kunst in Belgien eingeführt.

55 Bildniss des Komikers Paulin. Probeabdruck vor aller Schrift, kl. fol.

Impr. de Ch. Senefelder, Bruxelles 1817.
^Dieses und das folgende Blatt sind als die frühesten Steindrucke in Belgien anzusprechen.

56 Dasselbe Blatt mit der Widmung „par son ami D. B. Dauberval". Ebendaselbst 1817.

HEINRICH SENEFELDER. Sohn des Erfinders, geb. 1813, bildete sich in München und Berlin aus, errichtete eine
lithographische Anstalt in München, wo er 1845 starb.

57 Der Aufbruch zur Jagd. kl. fol. Colorirt.
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