Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Katalog der sehr werthvollen Sammlung von Künstler-Lithographien aus dem Besitze eines bekannten Berliner Kunstfreundes: enthaltend die kostbarsten und seltensten Blätter aus der Erfindungs und Blüthezeit der lithographischen Kunst in chronologischer Anordnung ... ; Versteigerung 20. März 1902 und folgende fünf Tage (Katalog Nr. 66) — Berlin, 1902

Seite: 13
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FRANZ HANFSTAENGL, bedeutender Lithograph, geb. 1804 zu Ba3 •ernrain, Schiller von Senefelder und der
Münchener Akademie, weiterausgebildet in Paris, gest. in München 1877.

170 Landschaft mit Burgruinen, qu. toi. um 1810.

Frühes und seltenes Blatt, welches bereits mit grosser Virtuosität aufgesetzt aber noch als
Versuch des Künstlers angesehen werden muss.

171 Lo Spasimo di Sicilia. Raphael p. fol. 1817.

172 Thalhofer. Ein Beytrag zur Literatur der gerichtlichen Zweykämpfe im Mittelalter
von Dr. Nathanael Schlichtegroll. Sechs Steindrucktafeln und vierzig Seiten Text. qu. fol.
Ferchl pag. 61. 1817.

Sehr selten.

173 Dasselbe Werk. 1817.

JOSEPH HAUBER, Historienmaler und Radirer, geb. 1766 in Gerarsried, bildete sich in Wien und München aus, wo
er Akademieprofessor wurde und starb 1S34.

174 Johannes als Knabe. Amiconi p. oval fol. Herausgegeben November 1805. Ferchl pag. 45.

Gezeichnet 1804 als erster Versuch des Künstlers.
Dieses und die folgenden Blätter erschienen 1805/7 in den ersten Lieferungen der „Litho-
graphische Kunstproducte" und sind alle, da die Künstler nur wenige Zeichnungen für das
Werk lieferten, von allergrösster Seltenheit.

175 Jesus als Knabe mit der Weltkugel oval. fol. Herausgegeben November 1805. Ferchl pag. 45.

Gezeichnet 1804 als 2ter Versuch des Künstlers.

176 Dieselbe Darstellung wenig verkleinert.

177 Philipp von Champagne. Brustbild nach links, fol. Ferchl pag. 47. Dezember 1805.

178 7 Blatt: Darstellungen zum „Neuen Testament", gr. fol. 1807.

MATHIAS HEIM, Lithograph, welcher nur wenige Blätter fertigte.

179 2 Blatt: Das alte Isarthor von München, erbaut um das Jahr 1310: Landschaft nach
van Goyen. qu. fol. u. kl. qu. fol. 1817.

Sehr selten.

CARL FRIEDRICH HEINZMANN, Landschaftsmaler, Radirer und Lithograph, geb. 1795 zu Stuttgart, gest. -846
in München. Schüler von Seele und Kobell.

180 4 Blatt: Landschaften aus Oberbayern und der Schweiz: Schwyz gegen den Mythen:
Hospitium Maria zum Schnee auf dem Rigi: Schliersee: Bey Westerhofen am Schliersee.
gr. qu. fol. 1822—1824.

181 5 Blatt: Landschaften und figürliche Darstellungen. Ave Maria nach Kaufmann; Schwyz
gegen den Mythen; Aussicht bei Brunnen am Vierwaldstätter See: Schliersee: Unerwartetes
Töte ä tete Don'scher Kosacken. qu. fol. bis gr. qu. fol. 1822—1824.

182 3 Blatt: Figürliche Darstellungen. Mädchen aus der Jachenau: Denkmal Max Josefs von
Bayern: Ave Maria nach Kaufmann, kl. fol. u. gr. fol. 1822—1824.

HEINRICH MARIA VON HESS, geb. 1798 zu Düsseldorf, studierte in München und Italien, 1826 Professor der
Akademie, 1849 Direktor der Sammlungen zu München. Gestorben daselbst 1863.

183 Glaube, Liebe, Hoffnung. Drei weibliche Gestalten unter einem Baume sitzend. Aus dem
berühmten Münchener Werke: „Originalzeichnungen lebender Künstler" bei J. G. Zeller 1817.
Ferchl pag. 63. Abgebildet: Vervielfält. Kunst d. Gegenwart, Wien pag. 23. 1820.

184 Masaccio's Selbstbildniss. Mit Tonplatte gedruckt, gr. fol. um 1821.

Von hervorragender Schönheit.

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