Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Katalog der sehr werthvollen Sammlung von Künstler-Lithographien aus dem Besitze eines bekannten Berliner Kunstfreundes: enthaltend die kostbarsten und seltensten Blätter aus der Erfindungs und Blüthezeit der lithographischen Kunst in chronologischer Anordnung ... ; Versteigerung 20. März 1902 und folgende fünf Tage (Katalog Nr. 66) — Berlin, 1902

Seite: 19
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/amsler_ruthardt1902_03_20/0028
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
RIEDEL.

273 Eine Littauische Bauern-Braut. Feder. Colorirt. kl. fol. um 1812.

Selten.

SEBASTIAN SCHARNAGEL. Maler, geb. 1791 zu Bamberg, gest. 1831 daselbst. Schüler der Akademie zu München,
wo er auch einige Blätter lithographirte.

274 Herzog Wilhelm von Bayern zu Pferd mit Gefolge, im Hintergründe das Schloss Banz,
gr. qu. fol. 11111 1818

Vorzügliches Blatt, von höchster Seltenheit.

FERDINAND SCHIESL. Lithograph und Kupferstecher, gel). 1775 zu München, wo er Schüler von Mettenleiter wurde
und 1820 starb.

275 Sommer und Herbst. Reliefartige Darstellungen, kl. fol. Siehe Ferchl. pag. 42 u. Annalen
Figaro Lithographe u. Bouchot. Gezeichnet 1803. herausgeg. Juni 1806.

Berühmtes Blatt.

LUDWIG SCHÖNCHE.

276 Schauspieler J. Kürzinger. Profilbild in oval. kl. fol. 1805.

Eine der grössten Seltenheiten.

LORENZ SCHOPF, geb. 1793 zu München, verdienstvoller Zeichenlehrer an der Feiertagsschule daselbst, gest. nach 1840.

277 3 Blatt: Landschaften mit Mühlen und Brücken, qu. 8 kl. qu. fol. um 1818.

Vorzügliche und höchst seltene Blätter aus der spärlichen Anzahl von Arbeiten des Meisters.

ANDREAS SEIDL. Maler, geb. 1760 zu München, bildete sich in Rom und erhielt einen Ruf als Akademieprofessor
nach München. Er gehörte zu den ersten Künstlern, welche die Lithographie pflegten. Gest. 1834. — Die Arbeiten
dieses Künstlers wurden mit den 1805—1807 erschienenen „Lithographischen Kunstprodukten" verausgabt. Sie
gehören in die erste Versuchszeit der Lithographie 1802—1804; No. 278 ist der erste, No. 279 der zweite Versuch
des Künstlers. Nach 1807 erschienen keine Lithographien des Künstlers mehr. Seine Blätter sind von grösste-r
Seltenheit.

278 Der Apostel Petrus. Brustbild, fol. Abgebildet bei Bouchot. Ferchl pag. 46. Mailhnger.

Erste Probezeichnung des Künstlers, von grösster Seltenheit. October 1805.

279 Der Apostel Paulus. Ebenso, fol. October 1805.

Zweite Probezeichnung des Künstlers, ebenso selten.

280 12 Blatt: Die zwölf Monate nach Sandrart. gr. fol. Ferchl Annalen. Maillinger. Vervielf.
K. d. G. Wien. 1806.

Vollständig fast unauffindbar.

281 2 Blatt: Februar und Juni aus voriger Folge, gr. fol. 1806.

JOSEPH SELB, Maler und Lithograph, geb. 1784 zu Stockach, bildete sich in Düsseldorf aus, siedelte dann nach
München über, wo er von 1816 ab eine lithographische Anstalt leitete. Gest. 1832.

282 Eugen. Prinz von Leuchtenberg. Brustbild in Civil, kl. fol. Ferchl pag. 62. 1816.

283 Auguste Amalie. Prinzessin von Leuchtenberg. Brustbild, kl. fol. 1816.

284 Charles James Fox, englischer Staatsmann. Brustbild in oval. Ausgemalt, kl. fol. um 1818.

285 2 Blatt: Maximilian I., Churfürst von Baden: Thommaso Aniello. Brustbilder in oval.
Prucker, Solimena p. kl. fol. 1817 — 1820.

286 2 Blatt: Der Geiger: der Trinker nach Brouwer. kl. fol. um 1821.

Vortreffliche frühe Blätter von grosser Seltenheit.

2-

19
loading ...