Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Das radierte Werk von Daniel Chodowiecki: fast vollständig in vorzüglichen alten Abdrücken, darunter Ätzdrucke, Probedrucke und die grossen Seltenheiten, Handzeichnungen, eigenhändige Briefe insbesondere die umfangreiche Korrespondenz an die Gräfin von Solms-Laubach ; Versteigerung zu Berlin 27. Oktober [1903 ff] (Katalog Nr. 69) — Berlin, 1903

Seite: 49
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BRIEFE. 49

EIGENHÄNDIGE BRIEFE DES KÜNSTLERS.

1328 Französischer Brief an seinen Sohn Isaak Heinrich vom 19. August 1797.
1. a. s. 3 p. 8.

Glückwunsch zur Geburt einer Enkelin des Briefschreibers. Bericht vom Mis-
geschick seines Sohnes Wilhelm auf der Jagd und dem hieran sich knüpfenden
Prozess.

1329 Brief von 1794 an den Hofrat Wilhelm Gottlieb Becker in Dresden, dem
auf E. 742 Dargestellten. 1. a. s. 4 p. 8.

„Zingg's Porträt von Seydelmann ... ist eine wahre Karikatur, womit weder er
noch andere zufrieden sein können" . . . Besitzt E. 92 nicht, will aber 109a,
199, 244, 605a und 196, 200 Aetzdruck senden; kann E. 12 Aetzdruck, 23, 53,
55 a, b nicht ohne Schädigung der eigenen Sammlung fortgeben. Stellt die
Wiederholung von E. 738, 739 (d. h. 743, 744) in Aussicht.

1330 Brief an denselben, datiert: Berlin den 26. Jenner 1794. 1. a. s. 4 p. 8. Am
Schlüsse des Briefes ein mit der Feder gezeichneter scherzhafter Einfall.

. . . „Der Theseus soll auch nicht übel ausfallen, wenigstens soll es an meinem
Fleisse nicht fehlen." . . . Vermisst in der eigenen Sammlung E 11 (mit der
dritten Dame), 14 (vor dem skizzierten Kopf), 17 (vor dem Namen), 21 (mit
der Unterschrift). Sendet E. 1 1 in brauner Farbe, besitzt 24 nur einmal, besitzt
13 nur einmal, 17 nicht; diese beiden Platten sind vernichtet. „No. 6, 7, 8 hab
ich 3 schöne braune Abdr. zu Ihren Diensten, si le coeur vous en dit." . . .
Prinzessin Louis Ferdinand besichtigte mit Beifall Les Adieux de Calas; zwei
gezeichnete Vignetten zu Gedichten an die Prinzessin sind verloren gegangen.

1331 Brief an denselben, datiert: Berlin den 9 Märtz 1797. 1. a. s. 4p. 8.

Sendet Probedrucke von E. 838, 839. Berichtet über Preise und das Vorkommen
von Einfällen der Blätter 666, 668, 681- 684, 686, 687, 726, 741 — 744, 749,
779, 823, 826. Die Prinzessin Hohenlohe hatte Chodowiecki geschrieben,
Becker solle ihr einen Hofmeister für ihren Sohn empfehlen. Der Künstler
wirft sich vor, ihr einen Emigranten ohne vorherige Anfrage bei Becker genannt
zu haben.

1332 Brief an den Kupferstecher Christian Gottlieb Gevser in Leipzig. Datiert:
Berlin 14. 7bre 1773. 1. a. s. 1 p. 4. a. a.

Bericht über den Danziger Aufenthalt, der statt vier Wochen neun gedauert hat.
Bitte, für die Wiederholung von Nicolai's Sebaldus Nothanker einen guten
Kupferdrucker in Leipzig zu nennen.

1333 Brief an denselben. Datiert: Berlin den 20*«» 8bre 1780. 1. a. s. 3 p. 8.

Entschuldigung wegen der durch eine zweite Reise nach Danzig verzögerten
Absendung von Stichen .... „habe nun wieder einmal meine armen geplagten
Landsleute gesehen, und viel Vergnügen bei ihnen genossen, wer doch imstande
wäre, oft solche Reisen vorzunehmen" .... Erbittet Geyser"s Kopien von
E. 356. Wünscht seiner Gemahlin baldige Genesung.

1334 Brief an denselben. Datiert: Berlin den 5. 7bre 1783. 1. a. s. I p. 4.

Sendet Geyser einen Aetzdruck von E. 482 und bittet danach die Kopie zu
fertigen, die Nummern aber anders zu ordnen.

1335 Brief an den Maler Anton Graff in Dresden. Datiert: Sonntag den
13. Febr. 1780. 1. a. I p. 8.

„Ich besuchte heut morgen MUe Sulzer um zu sehen ob sie Ihnen etwa schreiben
wollte, aber Sie wissen lieber Freund wie viel Umstände die lieben Dames
machen, ehe sie sich zum schreiben entschliessen können, es wurde also
beschlossen, ich sollte Ihnen und Ihrer lieben Frau Gemahlin tausend Grüsse
bestellen" .... Madame Mayet sendet Frau Graff einen Ring und bittet um
Silhouetten.

1336 Brief an denselben. Datiert: den 14 oder 15 Märtz 1793. 1. a. s. 1 p. 8. a. a.

Bitte, für einen Emigranten, den Parlamentsrat Rouhou, Oelfarben zu senden.

Amsler & Ruthardt, Berlin W. 64.

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