Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Das fast vollständige graphische Werk von Adolph von Menzel: darunter zahlreiche Probedrucke und Seltenheiten ersten Ranges ehemals im Besitz des verstorbenen Herrn A. Dorgerloh ; zahlreiche Sonderdrucke und Probedrucke teilweise mit handschriftlichen Erläuterungen des Künstlers zu dem grossen Prachtwerk 'Die Armee Friedrichs des Grossen' ; ferner die äusserst seltenen Radierungen welche in fast allen Sammlungen fehlen 'Der grosse Totenkopfhusar', 'Der tote Husar' ; Versteigerung zu Berlin, 22. bis 24. April [1909] (Katalog Nr. 81) — Berlin, 1909

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ADOLPH VON MENZEL D. 1—7.

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Lithographien mit Kreide.

15 Geschichte des preußischen Staates mit Kupfern und Karten. Breslau.
Erste Ausgabe ohne Datum. Lieferung 3, 10, 11, 12, 13, 14 in den
alten Originalumschlägen und noch nicht aufgeschnitten. 8. Dorgerloh
unbekannt.

In den oben beschriebenen Lieferungen, welche im Verlage von des
Künstlers Vater erschienen waren, sind die folgenden Bildnisse vom
jungen Menzel gearbeitet: Kurfürst Johann Sigismund, Friedrich II. als
Kronprinz, Friedrich II. in den früheren Jahren seiner Regierung, Feld-
marschall Schwerin, General Ziethen, Prinz Heinrich von Preußen.
Früheste Jugendarbeiten und von allergrößter Seltenheit.

16 Friedrich Wilhelm der Große, Kurfürst von Brandenburg. Brustbild
in Achteck. Zu vorigem Werke. 8. Fehlt D.

Sehr selten, wie auch die Folgenden.

17 Friedrich L, König von Preußen. Ebenso. Ebendazu. 8. Fehlt D.

18 Prinz August Wilhelm von Preußen, Bruder Friedrichs II. Ebenso.
Ebendazu. 8. Fehlt D.

19 Prinz Heinrich von Preußen, Bruder Friedrich des II. Ebenso. Eben-
dazu. 8. Fehlt D.

20 3 Blatt: Die Kurfürsten Johann Sigismund, Joachim Friedrich, Hans
Georg. Ebenso. Ebendazu. A. Kerber lith. 8.

21 Ein Soldat vom Kaiser Alexander-Garde-Grenadier-Regiment. Ganze
Figur im Paradeanzug und Ausrüstung der damaligen Zeit, ca. 1835.
Als Briefbogenkopf der lithographischen Anstalt von Sachse & Co.
auf der Rückseite eines Rechnungsformulares. D. 1.

Dieses wie die folgenden drei Gelegenheitsarbeiten des
jungen Künstlers dürften im Handel kaum noch zu finden
sein, sie sind uns nur in diesem einen Exemplare zu Gesicht
gekommen und heute wohl Unica.

22 Ein Garde-Pionier. Ganze Figur, parademäßig ausgerüstet, ca. 1835.
In gleicher Verwendung. D. 2. Ebenso selten.

23 Ein Garde-Schütze. Ganze Figur in parademäßiger Ausrüstung, ca. 1835.
Ebenso. D. 3. Ebenso selten.

24 Ein Grenadier vom Ersten Garde-Regiment zu Fuß. Ganze Figur in
parademäßiger Ausrüstung, mit hoher Blechmütze, ca. 1835. Ebenso.
D. 4. Ebenso selten.

25 Einer Köchin, die vom Fischhändler kommt, entschlüpfen Aale aus dem
Netz in den berüchtigten alten Berliner Rinnstein; Schuljungen, welche
dieses bemerken, schreien ihr nach: „Heda Mamselken! Et is Ih'n da
Ener aus det große Loch entfahren." D. 5. Altkoloriert.

Dieses lustige Blättchen fertigte der Künstler im Geschmacke Dörbecks
für die bekannte Folge „Berliner Redensarten"; es dürfte nur Wenigen
bekannt geworden sein. Von größter Seltenheit.

26 Des Armen einziger Freund. Ein ganz einfacher Leichenwagen, gefolgt
von einem Hunde nur, fährt durch eine hügelige Schneelandschaft nach
dem Eingangstor eines Kirchhofes. Zu „Das Berliner Kinderwochen-
blatt". D. 7.

Eminent selten, wie alle diese frühen Arbeiten des Künstlers.
Amsler & Ruthardt, Berlin W. 64.

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