Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Das fast vollständige graphische Werk von Adolph von Menzel: darunter zahlreiche Probedrucke und Seltenheiten ersten Ranges ehemals im Besitz des verstorbenen Herrn A. Dorgerloh ; zahlreiche Sonderdrucke und Probedrucke teilweise mit handschriftlichen Erläuterungen des Künstlers zu dem grossen Prachtwerk 'Die Armee Friedrichs des Grossen' ; ferner die äusserst seltenen Radierungen welche in fast allen Sammlungen fehlen 'Der grosse Totenkopfhusar', 'Der tote Husar' ; Versteigerung zu Berlin, 22. bis 24. April [1909] (Katalog Nr. 81) — Berlin, 1909

Seite: 15
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ADOLPH VON MENZEL D. 191—197.

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150 Festkarte zum Abschiede des Malers G. Schwarz. Um eine Tafel im
Freien sind zehn fröhliche Zecher versammelt, von denen einer vorn
in der Mitte mit erhobenem Sektglas einen Toast ausbringt, in welchen
die übrigen jubelnd einstimmen. D. 191 Anm. 2.

Auf graublau grundierten Karton gedruckt. Ebenso selten wie das
Vorige.

Die Armee Friedrichs des Grossen.

Das berühmte Armeewerk des Meisters
in noch nicht kolorierten Sonderdrucken und Probedrucken.

Die nachfolgenden Blätter zu des Meisters Prachtwerk „Die
Armee Friedrichs des Großen", welche mit peinlichster Genauigkeit die
Uniformierung des preußischen Heeres unter dem Großen König schildern,
werden, weil sie in diesem unkolorierten Zustande den ausgeprägten
Charakter von Originalzeichnungen tragen, mit Recht sehr geschätzt und
begehrt. Die hier beschriebenen Blätter dieser Folge sind mit nur geringen
Ausnahmen Probedrucke, welche die lithographische Anstalt zur
Prüfung an den Künstler sandte
mi t Korrekturen versehen wieder
zurückerhielt. Sie tragen deshalb
häufig Bleistiftkorrekturen von des
Künstlers Hand und oft auch
ausführliche handschriftliche Er-
läuterungen für den Lithograph
und Drucker. Da einige Blätter mit
solchen Korrekturen in mehreren Zu-
ständen vorhanden sind, so empfängt
derBeschauer beim aufmerksamen Durch-
blättern dieser Reihenfolge einen in-
teressanten Einblick in die Entstehungs-
geschichte dieses Prachtwerkes. Infolge
der gleichmäßigen, schönen Qualität und
Erhaltung der einzelnen Abdrücke, können
wir uns darauf beschränken, dieses hier
ein für alle Male zu betonen und nur die
jeweiligen handschriftlichen Bemerkungen
des Künstlers anzugeben. Das weiche
Kupferdruckpapier dieser Probedrucke ist
nicht immer frei von Stockflecken.

151 Kürassier-Regiment No. 1. Offizier
in Küraß und dreieckigem Hut, den
linken Stulphandschuh in derRechten
haltend. D. 193.

152 Desgleichen. Ein Trompeter seine
Handschuhe anziehend, daneben
eine reich verzierte Kesselpauke.
D. 197.

Amsler & Ruthardt, Berlin W. 64.

und von diesem alsdann
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