Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Katalog der bekannten und wertvollen Sammlung J. Aufseesser: Bildnisse und Darstellungen zur Geschichte von Brandenburg-Preußen, insbesondere Friedrich der Große und seine Zeit ; interessante und seltene Ansichten der königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam und der umliegenden Gegend zur Biedermeierzeit ... ; bedeutende und kostbare Blätter Berliner Künstler, darunter reiche Werke und Originalzeichnungen von D. Chodowiecki ... ; Versteigerung zu Berlin Montag, den 18. März 1912 und folgende Tage (Katalog Nr. 91) — Berlin, 1912

Seite: 93
DOI Seite:
https://doi.org/10.11588/diglit.21037#0107
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/amsler_ruthardt1912_03_18/0107
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile

sO-tz8 „Der verwünschtigte Schnee! wenn't man erst widder Danen duen
däte, — da kannst du druf fluchen; Dauen duen dut et heute uu
morgen noch nich." Zwei sich unterbaltende Schneekebrer. ch

lOV Dasselbe Blatt. dlltkoloriert.

. „Däinlichter Schneidersunge! ick bin dein Meister! her die ver-

lohrne 5 Bgr. Drinkgeld! mach nnr keue Wipkens vor!" Lin
Schneidermeister verlangt von seinem tLehrsungen die cherausgabe
des bei den Aundeil erhaltenen Trinkgeldes.

sOAch Dasselbe Blatt. Altkoloriert.

sOZ2 „Na so muß't konuneu sagt Neumann." Zunge Nmte haben
einen feisten älteren cherrn aus einein Lokal „Tabagie und Tanz-
vergnügen" hinausgeworfen. ch

sOöZ Dasselbe Blatt. Altkoloriert.

lOo^ „Na wat segste nu Flesch?! —^ Ihr sammert mir!" Zwei Tage-
diebe verhöhueu einen ehemaligen Bekannten, welcher herrschaft-
licher Autscher gewordeu ist. ch

sOoZ

s056

X

Dasselbe Blatt. Altkoloriert.

„Aber inein cherr des verbitte rch inir, des finde ich sa von Zhnen
sehr inclusive!" Tin Student hat ein Auidchen auf seineu Tchoß
gezogen. dlltkoloriert.

- ^ielie die klbblldung.

sOZ7 „dlber Thristian es is kaum Tag und Tr is schon wieder besoffen!
— Derzeihn Tie cherr Gehem Tekeltähr, heute nich, det is noch von
gistern.—" Tin cherr im Bchlafroek spricht vor der chaustüre mit
seinem betrunkenen chauswart. Altkoloriert.

„Aommst du nür widder, so besorge ick dir 'ne Nute in deinen
Detz 'ne Dirtelinetze groß." Tine Gbsthändlerin droht einem davon-
eilenden Anaben, der ihr ein Faß unt Äpfelu umgeworfen hat.
Altkoloriert.

^ ^ielie die llddilduug. —^

„Menn er nu nich geht, werd' ick ihm gleich ens mit de chunde-
laterne leuchten." Tine Frau weist eineu suugeu Atauu energisch
aus der Nüche. Tbeuso.

Uuter'u Dnden. tord Nlotz und Don Zeschke vom Akühlendamm. ch

s-66s „Dor 'n Bechser Tholera, aber 'n Bisken Alorbus maug." Tiu
Dienstmauu kauft sich in einer Branntweinschenke einen Tchnaps. is.

s062 „Garcon! — Was steht zu Befehl? — Frauzösische Zeituug — ein
Glas Wasser mit Zahnstocher — und den Bchlüssel zur Rommodität!"
Tin cherr reicht dem Nellner die Tpeisenkarte zurück.


Amsler 6c Ruthardt, Berün VV. 8.
loading ...