Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Aquarellen, Ölstudien, Handzeichnungen bedeutender Künstler meist des XIX.Jahrhunderts aus altem Berliner Privatbesitz: darunter reichhaltige Werke von Carl Blechen und Anselm Feuerbach ; ferner schöne und wertvolle Blätter von Buchhorn ... ; Kupferstiche, Radierungen, Holzschnitte, Lithographien und Werke von bekannten Künstlern derselben Zeit darunter eine reichhaltige Auswahl von Bildnissen und Darstellungen zur Geschichte von Brandenburg-Preussen, Alt-Berlin und Potsdam ; Versteigerung zu Berlin Dienstag den 28. bis Freitag den 31. Oktober 1913 (Katalog Nr. 96) — Berlin, 1913

Seite: 17
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ANSELM FEUERBACH

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ANSELM FEUERBACH

Geboren 182g in Speyer, gestorben 1880 in Venedig. Die nachfolgend beschriebene reichhaltige
Sammlung von Handzeichnungen dieses Künstlers enthält interessante Studien zu bekannten Ge-
mälden, welche der Vorbesitzer beinahe ausnahmslos von Frau Henriette Feuerbach erworben hatte.

170 Ein langer dünner Herr kämpft gegen einen starken Wind, der ihm den Hut entführt hat,

im Hintergründe ein kleiner dicker Herr in ähnlicher schwieriger Lage. 19,7/11,7.

Humorvolle Jugendarbeit des Künstlers. Ausgeführte Federzeichnung. Bezeichnet und datiert
„Dem lieben Max — Ans. Feuerbach 1843“.

171 Tryptichon mit fünf Darstellungen auf den Werdegang eines Künstlers. 14,5/23,5.

Anmutige, fein ausgeführte Jugendarbeit des Künstlers in Bleistift. Mit folgenden handschrift-
lichen Inschriften mit der Feder: über der Darstellung „von Anselm 1844“, in den drei Sockel-
feldern des Tryptichons „Zum Andenken der lieben Mutter“ — „Nie wird ein Sohn den Eltern größ’re
Freud’ bereiten — Als wenn er keck des Bösen Lust besiegt — Wenn er nach vielem Kampf und schweren
Zeiten — Gekrönt zur lieben Heimath fliegt. — " — „Von Ihrem gehorsamen Sohne Anselm“. —
Unter der Darstellung ,,Freiburg den letzten December. 1844. —"

172 Zwei kleine Kinder im Schatten einer Gartenhecke sitzend und andächtig die Flöte

blasend. 14/23.

Liebreizende, zarte Bleistiftzeichnung des jungen Künstlers, mit Sepia getuscht. Am unteren Papier-
rande mit der Feder bezeichnet und datiert „1. September 1846 Dein Anselmo".

173 Kinderakt, halb von rückwärts gesehen. Studie zu dem Gemälde ,,Balgende Knaben"

in der Städtischen Gemäldesammlung St. Gallen. 15fg.

Schwarze Kreide und Tusche auf Tonpapier.

174 Knieende Frauen und Kinder während einer Messe. Studie zum Gemälde „Laura in der

Kirche" in der Schackgalerie zu München. 14/22.

Stimmungsvolle Studie in schwarzer Kreide und Feder auf Tonpapier, mit Deckfarben in Wirkung
gesetzt.

175 Musizierende und tanzende Bacchanten an einer Meeresküste, rechts wird hinter einem

Baumstumpf der Kopf eines Esels sichtbar. Wahrscheinlich eine frühe Studie zum Gemälde
„Hochzeit des Bacchus" in der Neuen Pinakothek zu München. 20/27.

Kreidezeichnung von großer Lebendigkeit auf Tonpapier; der Horizont hinter den Gestalten ist
mit heller Deckfarbe behandelt.

:= Siehe die Abbildung; auf Tafel XI. -

176 Studie zum Unterkörper eines Kindes; verwendet für den in der linken Ecke liegenden

Genius desselben Gemäldes. 12,5/18,9.

Sorgfältig ausgeführte Studie in schwarzer Kreide, auf Tonpapier. Bezeichnet „A. F.“

177 Kopf des Alkibiades. Studie zum „Gastmahl des Plato" in der Nationalgalerie zu

Berlin. 22,2/19,5.

Prachtvolle, ausgeführte Federzeichnung, mit Sepia getuscht, auf starkem, weißen Büttenpapier.

Siehe die Abbildung auf Tafel VII.

178 Studie zur Urne auf dem Gemälde „Medea an der Urne" in der Gemäldesammlung zu

Oldenburg. 11,5/7.

Ausgeführte Bleistiftzeichnung.

179 Amor mit zwei kleinen Vögeln in einer Muschel. 11,5/6,8.

Ebenso.

180 Entwurf für eine Randleiste mit einem von rückwärts gesehenen, aufwärts strebenden,

beflügelten Genius. 11,5/6,7.

Ebenso.

Amsler & Ruthardt, Berlin W 8.

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