Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Aquarellen, Ölstudien, Handzeichnungen bedeutender Künstler meist des XIX.Jahrhunderts aus altem Berliner Privatbesitz: darunter reichhaltige Werke von Carl Blechen und Anselm Feuerbach ; ferner schöne und wertvolle Blätter von Buchhorn ... ; Kupferstiche, Radierungen, Holzschnitte, Lithographien und Werke von bekannten Künstlern derselben Zeit darunter eine reichhaltige Auswahl von Bildnissen und Darstellungen zur Geschichte von Brandenburg-Preussen, Alt-Berlin und Potsdam ; Versteigerung zu Berlin Dienstag den 28. bis Freitag den 31. Oktober 1913 (Katalog Nr. 96) — Berlin, 1913

Seite: 24
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GESELSCHAP — GRAEB

236 16 Blatt: Köpfe, Gewand- und Bewegungsstudien, z. T. doppelseitige Blätter.

21/16,5 bis 54/67.

Interessante Kollektion von Studienblättern in Bleistift, schwarzer und weißer Kreide und Tusche,
auf Tonpapieren; darunter schöne Blätter.

HEINRICH LUDWIG FREIHERR VON GLEICHEN-RUSS WURM

Geboren 1836 in Greifenstein in Bayern, Enkel Schillers, gestorben in Weimar.

237 Eine Bäuerin mit ihrem Kind auf dem Arm durch eine blühende Wiese gehend, im Hinter-
gründe ein von hohen Bäumen umgebenes Bauernhaus. 25,3/35,5.

Breitbehandelte Aquarelle. Datiert ,, Bonnland 28. Mai 86“.

KARL GEORG ANTON GRAEB

Geboren 1816 in Berlin, gestorben 1884 ebenda. Graeb war zuerst Dekorationsmaler unter dem Hof-
theatermaler Ger st und betrieb alsdann auf der Akademie die Architektur- und Landschaftsmalerei.
Nach längeren Studienreisen, welche ihn nach Paris und bis nach Sizilien führten, kehrte er nach Berlin
zurück und wandte sich jetzt der Staffeleimalerei zu. Seine Bilder wurden mit großem Beifall aufge-
nommen und brachten ihm zahlreiche Aufträge. Ganz besonders reizvoll sind Graeb’s Darstellungen von
Innenräumen aus den Kgl. Schlössern und vornehmen Privathäusern, von denen sich mehrere in König-
lichem Besitz befinden.

238 Ecke in einem fürstlichen Salon mit einem reich verzierten Spiegel über einem verzierten
Marmorkamin, auf welchem eine Uhr und andere Kunstgegenstände aufgestellt sind.

35,8/25,5.

Flotte Zeichnung in Bleistift und Aquarellfarben. Sehr wahrscheinlich eine Studie zu einem aus-
geführten Bild. Voll bezeichnet „Carl Graeb“.

23g Blick aus einem vornehmen Salon in ein danebenliegendes Zimmer mit Klavier. 35,5/29.

Sorgfältige Bleistiftskizze, teilweise aquarelliert, mit genauer Angabe der Farben. Ebenfalls
eine genaue Studie für ein ausgeführtes Bild. Vom Künstler voll bezeichnet „Carl Graeb“. Auf
der Rückseite ein reichverzierter Kristallüster.

240 Fensterecke eines Wohnzimmers im Biedermeierstil mit einem Ohrklappenstuhl, im

Vordergründe ein dreibeiniger runder Tisch mit gemusterter Decke; links blickt man
durch eine Tür in ein grünes Zimmer. 33,5/20>5-

Ebenso reizvoll wie die vorige Zeichnung.

241 3 Blatt: Studie zu einer großen weißen Atlasdecke mit dem königlichen Adler und zwei

Farbenstudien goldverzierter Tischdecken. Wahrscheinlich Studien aus einem Prunk-
zimmer der Ivönigl. Schlösser. 14/23,5 und je 13,5/21.

Sorgfältige Aquarellstudien mit genauen handschriftlichen Notizen des Künstlers.

242 2 Blatt: Skizzenblatt mit verschiedenen Studien eines fürstlichen Gemaches, in der

Mitte ein blauer Stuhl mit großer Krone auf der Rückenlehne; Farbenstudie nach einem
großen Teppich. 23,5/17,5 und 12,5/34.

Bleistift und Aquarellfarben.

PAUL GRAEB

Geboren 1842 in Berlin, gestorben 1892 daselbst. Sohn und Schüler des Vorigen, ebenfalls Archi-
tekturmaler.

243 Blick in die Sakristei einer gotischen Kirche mit allerlei Kirchengerät. 33,2/50,2.

Ausgeführte Aquarelle von großer malerischer Wirkung. Bezeichnet „Paul Graeb“.

- Siehe die Abbildung auf Tafel IX. -

Kunst-Auktion XCVI.
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