Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Aquarellen, Ölstudien, Handzeichnungen bedeutender Künstler meist des XIX.Jahrhunderts aus altem Berliner Privatbesitz: darunter reichhaltige Werke von Carl Blechen und Anselm Feuerbach ; ferner schöne und wertvolle Blätter von Buchhorn ... ; Kupferstiche, Radierungen, Holzschnitte, Lithographien und Werke von bekannten Künstlern derselben Zeit darunter eine reichhaltige Auswahl von Bildnissen und Darstellungen zur Geschichte von Brandenburg-Preussen, Alt-Berlin und Potsdam ; Versteigerung zu Berlin Dienstag den 28. bis Freitag den 31. Oktober 1913 (Katalog Nr. 96) — Berlin, 1913

Seite: 28
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HALLER VON HALLERSTEIN — HEIDECK

266 Reizvolles Damenbildnis im Profil nach links. Brustbild in Oval. 8/6,3.

Von derselben feinen Ausführung, der Kopf wirkungsvoll leicht aquarelliert. Datiert ,,Albrecht
1793“-

Siehe die Abbildung auf Tafel XIII. -

CHRISTIAN GOTTLOB HAMMER

Geboren 1779 in Dresden, gestorben 1864 ebenda.

267 Partie aus dem Großen Garten in Dresden, im Vordergründe der Künstler mit Skizzen-
buch. 19,9/27.

Äußerst malerisch ausgeführte Aquarelle. Reizvoller Schmuck jedes Biedermeierzimmers.

= Siehe die Abbildung auf Tafel XVI. ~—"■

GUIDO EDMUND HAMMER

Geboren 1821 in Dresden, gestorben ebenda.

268 Flüchtiger Hirsch im Walde, von einem Hunde verfolgt. 10,5/15,5.

Feine Bleistiftzeichnung auf Kreidepapier, leicht aquarelliert. Voll bezeichnet und datiert „Guido
Hammer 184g“.

AUGUST HAUN

Geboren 1815 in Berlin, gestorben ebenda. Bekannter Berliner Landschaftsmaler und Lithograph,
der unter Blechen und Schirmer studiert hatte und darauf ausgedehnte Reisen in Deutschland, Öster-
reich und Oberitalien unternahm. Seine reizvollen Landschaftsdarstellungen werden mit Recht sehr
geschätzt und sind heute bei dem lebhaften Interesse für die Geschichte von Alt-Berlin ein beliebtes
Sammelobjekt geworden.

269 Ansicht aus einem großen Park mit alten Bäumen, im Vordergründe zwei Wohnhäuser
und zwei spielende Hunde. 10,5/17,5.

Sorgfältig ausgeführte Landschaftsdarstellung in Bleistift und Tusche, von großem Liebreiz. Be-
zeichnet ,,Haun".

KARL WILHELM FREIHERR VON HEIDECK

Geboren 1788 zu Saaralben in Lothringen, gestorben 1861 zu München. Freiherr von Heideck ent-
stammt der Zürcherischen Familie Heidegger und ist insofern eine merkwürdige Erscheinung, als er,
trotz ernster und tatkräftiger Verfolgung seines eigentlichen Berufs als Offizier und Diplomat, es auch
mit der Ausübung der Malerei sehr ernst nahm. Nachdem er sich in verschiedenen Feldzügen und ganz
besonders in Griechenland durch seine Tapferkeit hervorgetan hatte, ging er 1829 gesundheitshalber
nach Rom. 1844 kehrte er nach München zurück, wurde geadelt und später als Generalleutnant zum
Kriegsministerium kommandiert. In den Pausen seines Berufes übte er seine künstlerische Tätigkeit
unter Hübner und Gessner in Zürich und Anglio und Hauenstein in München. Er erreichte
auch auf diesem Gebiete große Erfolge, so daß Cornelius ihn zur Mitarbeit an der Ausschmückung
der Glyptothek aufforderte. Ganz besonders reizvoll sind Heideck’s Aquarellen und Zeichnungen,
die meistens direkt nach der Natur auf seinen zahlreichen Reisen entstanden sind, und welche nicht
für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Diese Arbeiten befinden sich daher größtenteils in altem Privat-
besitz und erscheinen nur äußerst selten im Kunsthandel.

270 Ansicht von Dessau um 1800. Reizvoller Blick von den bewachsenen Ufern der Mulde

auf die Stadt. 18,5/24.

Sorgfältig aquarellierte Bleistiftzeichnung. Bezeichnet ,,Dessau W. Heydeck f.“

271 Ansicht des Schloßplatzes in Dessau mit Spaziergängern um 1830, im Hintergründe das

alte Schloß mit dem Park. 18,5/24,8.

Kulturhistorisch und topographisch bemerkenswerte Arbeit; sorgfältig aquarellierte Bleistift-
zeichnung von feiner malerischer Wirkung.

Kunst-Auktion XCVI.
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