Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Aquarellen, Ölstudien, Handzeichnungen bedeutender Künstler meist des XIX.Jahrhunderts aus altem Berliner Privatbesitz: darunter reichhaltige Werke von Carl Blechen und Anselm Feuerbach ; ferner schöne und wertvolle Blätter von Buchhorn ... ; Kupferstiche, Radierungen, Holzschnitte, Lithographien und Werke von bekannten Künstlern derselben Zeit darunter eine reichhaltige Auswahl von Bildnissen und Darstellungen zur Geschichte von Brandenburg-Preussen, Alt-Berlin und Potsdam ; Versteigerung zu Berlin Dienstag den 28. bis Freitag den 31. Oktober 1913 (Katalog Nr. 96) — Berlin, 1913

Seite: 46
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OVERBECK — POPPE

416 Italia und Germania. Zwei weibliche bekränzte Gestalten vor einer Fensteröffnung sitzend.
F. Gen tili del. Nach dem bekannten Gemälde in der Neuen Pinakothek zu München.

Sorgfältig ausgeführte Bleistiftzeichnung dieses bekannten Lithographen. 12,G /13,4.

417 Madonna mit dem Kinde in einer weiten Hügellandschaft auf einem Felsblock sitzend.

Idem del. 32,3/21,4.

Ebenso.

418 Das hohe Lied Salomonis. König Salomon begrüßt die besungene Freundin. Idem del,

Ebenso. 24>3/I7'

419 Drei Frauen, von denen eine ein Taubenpaar im Arm hält, sprechen in einer Säulenhalle.

Idem del. 28,5/11,8.

Bleistift und Tusche.

420 Die Taufe. Aus dem Cyklus zu den sieben Sakramenten. Figurenreiche Darstellung.
August Gaber del. Nach dem Gemälde in der Neuen Pinakothek zu München. 36,5/47.

Sorgfältig ausgeführte Federzeichnung dieses bekannten Holzschneiders, auf Pausepapier. Auf-
gezogen.

KARL GOTTFRIED PFANNSCHMIDT

Geboren 1819 zu Mühlhausen i. Th., gestorben 1887 zu Berlin. Er war Schüler von Cornelius und
Däge in Berlin und bildete sich auf Reisen in Italien weiter. Er wurde Professor an der Berliner
Akademie und erhielt 1884 in Berlin die Goldene Medaille.

421 Eine alte Frau einer Schar kleiner Kinder Märchen vorlesend. 18,5/18,8.

Prächtige, fein ausgeführte Bleistiftzeichnung von schöner Bildwirkung. Voll bezeichnet und
datiert ,,Pfannschmidt 1842“.

- Siehe die Abbildung auf Tafel XIII. -

OSKAR PLETSCH

Geboren 1830 in Berlin, gestorben 1888 in Niederlößnitz. Schüler von Bend emann in Dresden, besonders
bekannt durch seine Illustrationen zu Kinderbüchern in der Ludwig Richter’schen Manier.

422 Neujahrskarte für 1852. Drei Amoretten mit allerhand Beiwerk und einem breiten Spruch-
band. 6,3/8.

Anmutige Gelegenheitsarbeit. Reizvoll aquarellierte Federzeichnung. Im Spruchbande mit Blei-
stift die Worte: ,,Dem Liebchen zum neuen Jahre 1852“.

423 Drei kleine Knaben durchziehen als die heiligen drei Könige die Straßen einer kleinen

Stadt. 12,8/14,2.

Leicht getuschte Federzeichnung von großer Anmut. Bezeichnet ,,0. P. 186'/“.

—— Siehe die Abbildung auf Tafel XIII, _

424 Eine junge Mutter schaut über eine Gartenmauer zu zwei kleinen Kindern hinunter und

zeigt ihnen einen Säugling im Steckkissen, welchen ein kleines Mädchen mit einem Trag-
korb in seiner Schürze auffangen möchte. 15,5/10,5.

Anmutige Kinderdarstellung von großem Liebreiz. Fein ausgeführte Aquarelle in zarten Farben.

Monogrammiert und datiert ,,0. P. i8y8“.

FEDOR POPPE

Geboren 1850 in Neiße. Schüler der Berliner Akademie unter Gussow und A. von Werner; später
unternahm er Reisen nach Breslau, Paris und Italien.

425 Kaiser Friedrich, als Kronprinz, in Begleitung seiner Gemahlin und Kinder auf der Terrasse
zu Sanssouci spazierengehend. 40/30,5.

Ausgeführte Tuschzeichnung. Bezeichnet und datiert.

Kunst-Auktion XCVI,
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