Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Handzeichnungssammlung eines süddeutschen Kunstfreundes: dabei Beiträge aus anderem Besitz ; deutsche Künstler des XVIII. Jahrhunderts, darunter eine ungewöhnlich reiche Auswahl von Daniel Chodowiecki ; umfangreiche Sammlung kostbarer deutscher Handzeichnungen des XIX. und XX. Jahrhunderts ... ; ferner hervorragende Arbeiten der bedeutenden ausländischen Künstler des XIX. und XX. Jahrhunderts ... ; Versteigerung Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. Oktober 1924 (Katalog Nr. 105) — Berlin, 1924

Seite: 42
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KÜNSTLER VON ANFANG BIS MITTE DES XIX. JAHRHUNDERTS

178 6 Blatt zur Geschichte des Achilles: I. Achilles wird mit dem Wasser des Styx
getauft; II. Der Knabe Achilles an der Tafel seines Vaters, des Königs Peleus;
III. Achilles wird der Obhut des Centauers Chiron übergeben; IV. Odysseus
und Diomedes als Kaufleute verkleidet, entdecken Achilles bei den Töchtern
des Lykomedes; V. Patroklos, im Begriff den Kampfwagen zu besteigen, ver-
abschiedet sich von Achilles; VI. Achilles empfängt die Nachricht vom Tode
seinesFreundesPatroklos. Figurenreiche Darstellungen. JedesBIatt ca.32><46cm.

Interessante Kompositionsfolge. Schöne, breit behandelte Entwürfe in Blei, Sepia, Tusche
und Deckweiß. Ausgenommen Blatt II bezeichnet „Camillo Genelli“. Blatt I mit kleinem, kaum
merkbaren Loch. Aus Nachlaß von Donop.

179 Klostergang mit einer Klosterfrau. 35x38,2 cm.

Schöne in Bleistift und Tusche ausgeführte Zeichnung, welche die Projektionslehre von
Hummel erkennen läßt. Ebendaraus.

180 Ein Bauer steht bei seinem mit zwei Pferden bespannten Pflug und liebkost
ein Fohlen, neben ihm ein Spitz. Im Hintergründe wird hinter hohen Bäumen
das Bauernhaus sichtbar. 26x31,5 cm.

Prachtvolle Aquarelle, welcher eine Federzeichnung zugrunde liegt, von schöner Bild-
wirkung. Bezeichnet „C. Genelli“- Ebendaraus.

3= Siehe die Abbildung auf Tafel 26 -

MARTIN GENSLER

geb. 1811 in Hamburg, gest. 1881 ebenda

181 Ein Fischer mit seiner Frau und seinen zwei Kindern vor der Türe seines
Hauses beim Füttern kleiner Hühner. 26,3x23,5 cm.

Anmutige Darstellung in Feder, Tusche und Sepia, auf Tonpapier. Bezeichnet „M.G. 1834“.
Aus Sammlung A. O. Meyer.

PAUL GRAEB

geb. 1842 in Berlin, gest. 1892 ebenda

182 Blick in dieSakristei einer gotischen Kirche mit allerlei Kirchengerät. 33,2x50,2cm.

Ausgeführte Aquarelle von großer malerischer Wirkung. Bezeichnet „Paul Graeb".

AUKTIONS-KATALOG 105 VON AMSLER & RUTH AR DT / BERLIN W8
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