Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Handzeichnungssammlung eines süddeutschen Kunstfreundes: dabei Beiträge aus anderem Besitz ; deutsche Künstler des XVIII. Jahrhunderts, darunter eine ungewöhnlich reiche Auswahl von Daniel Chodowiecki ; umfangreiche Sammlung kostbarer deutscher Handzeichnungen des XIX. und XX. Jahrhunderts ... ; ferner hervorragende Arbeiten der bedeutenden ausländischen Künstler des XIX. und XX. Jahrhunderts ... ; Versteigerung Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. Oktober 1924 (Katalog Nr. 105) — Berlin, 1924

Seite: 56
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KÜNSTLER VON ANFANG BIS MITTE DES XIX. JAHRHUNDERTS

THEODOR MINTROP

geb. 1814 in Backhofen bei Verden a. d. Ruhr, gest. 1870 in Düsseldorf.

273 Der mit seinem Kinde durch die Nacht reitende Vater wird vom Erlkönig und
von den Elfen bedrängt. 32,7x23 cm.

Für die damalige Zeit ungewöhnlich freie und flott entworfene Zeichnung in Blei und
Feder, auf braunem Papier. Bezeichnet „Th. Mintrop“. Aus Sammlung Flinsch.

CHRISTIAN ERNST BERNHARD MORGENSTERN

geb. 1805 in Hamburg, gest. 1867 in München

274 „Die Königsburg, gesehen auf der Heide von St. Hyppolit im Elsaß.“
35,5x49,5 cm.

Malerische Bleistiftzeichnung nach der Natur. Bezeichnet „C. M- 1836“. Aus Sammlung
A. O. Meyer.

EUGEN NAPOLEON NEUREUTHER

geb. 1806 in München, gest. 1882 ebenda

275 Drei Darstellungen auf einer Unterlage, welche der Künstler mit Rankenwerk
und auf den Wein bezüglichem Beiwerk umgeben hat: Oben rudert ein Genius
ein bekränztes Weinfaß auf einem Floß den Rhein hinunter, begleitet von
Wassernixen; in der Mitte ein gefüllter Weinpokal, welchem Geister entsteigen;
unten umtanzen Elfen beim Mondschein einen mit Weintrauben gefüllten Bottich,
auf welchem drei lustige Gnomen sitzen. Gesamtgröße 41,2x27,4 cm.

Für die Reichhaltigkeit der Ideen dieses geschätzten Künstlers sehr charakteristische Arbeit.
Die drei Darstellungen sind sorgfältig ausgeführte Aquarellen, das Rankenornament auf der
Unterlage fein mit der Feder in Sepia und Bronze gezeichnet. Die unterste Darstellung trägt
das Monogramm des Künstlers. Aus Sammlung Lanna.

FERDINAND VON OLIVIER

geb. 1785 in Dessau, gest. 1841 in München

276 Mythologische Landschaft, im Vordergründe an einem Wasser zwei Badende.
In runder Umrahmung. 19x19 cm.

Feine Bleistiftzeichnung auf bläulichem Papier. Bezeichnet mit dem Monogramm und datiert
„1840“. Aus Sammlung Flinsch.

AUKTIONS-KATALOG 105 VON AMSLER & RUTH AR DT / BERLIN W 8
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