Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Handzeichnungssammlung eines süddeutschen Kunstfreundes: dabei Beiträge aus anderem Besitz ; deutsche Künstler des XVIII. Jahrhunderts, darunter eine ungewöhnlich reiche Auswahl von Daniel Chodowiecki ; umfangreiche Sammlung kostbarer deutscher Handzeichnungen des XIX. und XX. Jahrhunderts ... ; ferner hervorragende Arbeiten der bedeutenden ausländischen Künstler des XIX. und XX. Jahrhunderts ... ; Versteigerung Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. Oktober 1924 (Katalog Nr. 105) — Berlin, 1924

Seite: 65
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KÜNSTLER VON ANFANG BIS MITTE DES XIX. JAHRHUNDERTS

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ADOLPH SCHROEDTER

geb. 1805 in Schwedt, gest. 1875 in Karlsruhe

317 Der Frühling. Zahlreiche Genien auf Blumen und Insekten reitend, vertreiben
die Gestalten des Winters und haben einen Schneemann umgestoßen. In der
reichen Rankenumrahmung verschiedene Vögel und Tiere. 20,2x26 cm.

Sinnreiche Komposition in der liebenswürdigen Art des Künstlers. Aquarelle. Bezeichnet
mit dem Korkzieher und datiert „1871“- Aus Sammlung Lanna-

= Siehe die Abbildung auf Tafel 27 -

318 Mephisto in Gedanken versunken nach links, die Rechte auf eine Brüstung
gestützt. Brustbild in malerischer Tracht, auf der Kopfbedeckung eine lange
rote Feder. 23x24 cm.

Prächtige Aquarelle von starker Wirkung. Bezeichnet mit dem Korkzieher. Ebendaraus.

MORITZ VON SCHWIND

geb. 1804 in Wien, gest. 1871 in München

319 Der Traum des Ritters. Dem im Walde Schlummernden erscheint die von
einem Riesen gefangen gehaltene Prinzessin. 51,5x37 cm.

Auf das feinste ausgeführte Bleistift- und Tuschezeichnung. Bezeichnet „Moritz Schwind“.
Dec- 822. Weigmann, Schwind, Abbildung Seite 51. Eines der frühesten erhaltenen größeren
Werke des Meisters, um so interessanter, als die Komposition in wenig verändeter Form noch
1860 in einem großen Ölbild ausgeführt wurde. (München, Schackgalerie.) Aus Sammlung
A. O. Meyer.

= Siehe die Abbildung auf Tafel 28 -

320 Eine Nonne reicht einem an der Klosterpforte ermattet hingesunkenen Ritter
einen Labetrunk. Vorlage für den Stich des Titelbildes zu Georg Scherers
Deutsche Volkslieder, Leipzig 1868. 32,2x21,3 cm.

Reizvolle, sorgfältig ausgeführte Zeichnung in Blei und Feder. Bezeichnet und datiert
„M. v. Schwind 1868Abgebildet bei Weigmann, Seite 419.

= Siehe die Abbildung auf Tafel 29 -

321 Ein heimkehrender Ritter wird von seiner Familie empfangen; links im Hinter-
gründe zieht eine Reiterschar mit Fahnen zu einer am Waldesrande gelegenen
Burg. Wahrscheinlich ein verworfener Entwurf zu dem Gemälde: Die Rückkehr
aus dem Kreuzzuge im Schloß Hohenschwangau. 22,5x31,3 cm. Abgebildet
bei Weigmann, Seite 129.

Flotter Entwurf in Blei und Tusche. Bezeichnet „Schw.“ Aus Sammlung A. O. Meyer.

AUKTIONS-KATALOG 105 VON AMSLER & RUTH AR DT /BERLIN W8

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