Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Handzeichnungssammlung eines süddeutschen Kunstfreundes: dabei Beiträge aus anderem Besitz ; deutsche Künstler des XVIII. Jahrhunderts, darunter eine ungewöhnlich reiche Auswahl von Daniel Chodowiecki ; umfangreiche Sammlung kostbarer deutscher Handzeichnungen des XIX. und XX. Jahrhunderts ... ; ferner hervorragende Arbeiten der bedeutenden ausländischen Künstler des XIX. und XX. Jahrhunderts ... ; Versteigerung Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. Oktober 1924 (Katalog Nr. 105) — Berlin, 1924

Seite: 76
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76 KÜNSTLER VON ENDE DES XIX. BIS ANFANG DES XX. JAHRHUNDERTS

378 Ganze Figur eines nach links stehenden nackten Knaben, fast im Profil gesehen,
rücklings aufgestützt, den rechten Fuß vorgestellt. 37,5x21 cm.

Ebenfalls sehr reizvolle Zeichnung- in schwarzer Kreide, weiß gehöht, auf Tonpapier,
welche ebenso wie die vorige im Jahre 1858 entstanden sein dürfte und welche als eine Studie
zu dem bekannten Bilde „Badende Kinder“ angesprochen werden darf. Bezeichnet „A. F.“ Aus
Sammlung A. O. Meyer.

= Siehe die Abbildung auf Tafel 35 -

379 Rückenakt eines auf einem Tuch sitzenden Kindes, etwas nach rückwärts über-
gebeugt, als wollte es nach einem Gegenstände haschen. 30x22,9 cm.

Entzückende Kinderstudie von sorgfältiger Durcharbeitung in schwarzer Kreide, weiß
gehöht, auf blauem Papier. Bezeichnet „A. F.“

= Siehe die Abbildung auf Tafel 35 -

380 Lebensgroßer Kopf eines jungen lachenden Faun. 54x41 cm.

Kapitale, bildmäßig ausgeführte, große Kreidezeichnung von starker Wirkung, auf braunem
Papier. Bezeichnet „A. Feuerbach“.

381 Diogenes, einen großen Schirm unter dem Arm, schreitet suchend beim Scheine
seiner Laterne. Humorvolle Darstellung. 16,5xll,2 cm.

Flotte Federzeichnung. Darunter die Jahreszahl 1874 und die handschriftlichen Worte
des Künstlers: „Diogenes auf der Durchreise sucht in Berlin das Reichstagsgebäude“. Auf-
gezogen. Diese humorvolle Gelegenheitsarbeit, welche den Künstler von einer wenig bekannten
Seite zeigt, ist während seines Wiener Aufenthaltes entstanden und zwar bei seinen frohen
Zusammenkünften mit seinen Schülern im Wiener Cafe Schwarzenberg, in deren Gesellschaft er
sehr schalkhaft werden konnte und alsdann gelegentlich solche Skizzen anfertigte. Aus Sammlung
von Donop-

AUGUST GAUL

geb. 1869 in Groß-Auheim bei Hanau, gest. 1921 in Berlin

382 Studienblatt mit Ziegenstudien. 19,7x23,5 cm.

Naturstudien in der bekannten reizvollen Art des Künstlers in schwarzer Kreide. Bezeichnet
„Prof. Gaul“.

EDUARD VON GEBHARDT

geb. 1838 in St. Johannes in Estland, lebt in Düsseldorf

383 Kreuzigung Christi. Figurenreiche Darstellung. 24,2x19,5 cm

Sorgfältig ausgeführter Entwurf in Blei. Bezeichnet „E. v. G."

AUKTIONS-KATALOG 105 VON AMSLER &RUTHARDT/BERLIN W8
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