Amsler und Ruthardt <Berlin>   [Hrsg.]
Handzeichnungssammlung eines süddeutschen Kunstfreundes: dabei Beiträge aus anderem Besitz ; deutsche Künstler des XVIII. Jahrhunderts, darunter eine ungewöhnlich reiche Auswahl von Daniel Chodowiecki ; umfangreiche Sammlung kostbarer deutscher Handzeichnungen des XIX. und XX. Jahrhunderts ... ; ferner hervorragende Arbeiten der bedeutenden ausländischen Künstler des XIX. und XX. Jahrhunderts ... ; Versteigerung Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. Oktober 1924 (Katalog Nr. 105) — Berlin, 1924

Seite: 84
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84 KÜNSTLER VON ENDE DES XIX. BIS ANFANG DES XX. JAHRHUNDERTS

LUDWIG KNAUS

geb. 1829 in Wiesbaden, gest. 1910 in Berlin

419 Ein kleines Mädchen sitzt mit seiner Puppe auf einem Tuch, welches auf einer
Rasenfläche ausgebreitet ist. 42x33,5 cm.

Entzückende Kinderdarstellung von größtem Liebreiz. Prächtige, bildmäßig ausgeführte
Zeichnung in schwarzer Kreide, auf rötlichem Papier. Bezeichnet „L. Knaus“.

= Siehe die Abbildung auf Tafel 40 -

420 Ein nicht gerade heimlicher Tiroler Wildschütze, der vielleicht in einem Kampfe
sein linkes Auge verloren hat, sitzt selbstbewußt an einem Tisch, den Hut
verwegen auf dem Kopf, in der auf dem Tisch ruhenden Linken seine Pfeife
haltend und in der Rechten den geöffneten Maßkrug, als ob er daraus gerade
trinken wollte, aber vorher noch einen Gegenstand aufmerksam zu verfolgen
scheint. Fast ganze Figur. 59,5x45,5 cm.

Kapitale, sorgfältig durchgearbeitete Zeichnung in schwarzer Kreide, mit aufgesetzten
Lichtern, auf Tonpapier, von der vollkommenen Wirkung eines Gemäldes. Bezeichnet „L. Knaus.
Lenggries“.

= Siehe die Abbildung auf Tafel 40 -

421 Hüftbild eines nach rechts sitzenden jungen Mädchens in leichtem Gewände,
mit dunklem Mieder, mit nachdenklichem Blick, die Hände auf ihrem Schoß
ruhend. 46,5x30 cm.

Bildmäßig ausgeführte Zeichnung in schwarzer Kreide, auf rötlichem Papier. Bezeichnet
„L. Knaus“.

422 Zwei jüdische Althändler unterhalten sich mit lebhaften Handbewegungen an
einer Straßenecke. 20,5x15 cm.

Humorvolle Darstellung. Flotte Bleistiftzeichnung aus der Frühzeit des Künstlers in der
Art der Entwürfe zu den Düsseldorfer Monatsheften, wozu dieselbe vielleicht gedacht oder
verwendet wurde. Bezeichnet „L. Knaus“.

FRIEDRICH RUDOLPH ALBERT KORNEK

geb. 1813 in Breslau, gest. 1905 in Berlin

423 Lebensgroßes Brustbild des Künstlers in älteren Jahren, nach rechts gewandt.
59x40 cm.

Interessantes Selbstbildnis des Künstlers, in Kreide, Blei und Rötel, auf Tonpapier.
Gefaltet gewesen. Wahrscheinlich Entwurf zu einem Gemälde, weil die Linien teilweise mit
einem harten Stift nachgezogen sind.

AUKTIONS-KATALOG 105 VON AMSLER & RUTH AR DT / BERLIN W 8
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