Andreae, Bernard  
Motivgeschichtliche Untersuchungen zu den römischen Schlachtsarkophagen — Berlin, 1956

Seite: 18
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Von Zügen, die mehreren Wiederholungen gemeinsam sind, darf man mit großer
Wahrscheinlichkeit annehmen, daß sie auch dem Original eigen waren; das muß
natürlich in jedem Fall entschieden werden. Gleichwohl darf man sich grund- '
sätdich von dieser Überlegung leiten lassen.

Für die grundlegende Untersuchung sind demnach solche Sarkophage aus-
zuwählen, die in ihrem Typenschat} weitgehend miteinander übereinstimmen.

Von den 21 aufgezählten Schlachtsarkophagen zeigen 17 einen mehr oder
weniger voneinander abweichenden Typenschatj. Fünf von den in der Abteilung
A I zusammengefaßten, nämlich 1, 2, 6, 7 und 9 sind Einzelstücke. Uber die auf
ihnen verwendeten Typen läßt sich aus Mangel an Repliken vorläufig nur wenig
ausmachen.

Auch die 8 in der Abteilung All zusammengestellten Sarkophage sind von-
einander so verschieden, daß sie, wenigstens was die Typen angeht, nur all-
gemeine Vergleichsmöglichkeiten bieten. Überdies sind sie auch deshalb für eine
Typenuntersuchung nicht günstig, weil mit dem Wandel in der Art der Kampf-
darstellung zugleich die typischen Motive zugunsten der allgemein realistischen
zurückgedrängt worden sind.

Die 4 attischen Sarkophage vertreten eine eigene Produktion, was sich schon
darin äußert, daß auf ihnen nicht Barbarenkämpfe, sondern Schlacht in allgemei-
nem Sinne dargestellt ist7. Sie können deshalb nicht die Grundlage für die Unter-
suchung bilden.

Dazu sind hingegen die restlichen 4 Sarkophage der Abteilung A I besonders
geeignet, da sie sich durch die Verwendung gleicher Typen zusammenschließen.
Es handelt sich um die Sarkophage8:

1. Ammendola im Capitol: A (S. 14 A I 3) Taf. 1

2. Von der Via Tiburtina im Thermenmuseum: T. (S. HAI 4) Taf. 2.

3. Villa Doria: D. (S. 15 A I 8) Taf. 3

4. Aus der Sammlung Ludovisi im Thermenmuseum: L. (S. HAI 5) Taf. 4.

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