Andreae, Bernard  
Motivgeschichtliche Untersuchungen zu den römischen Schlachtsarkophagen — Berlin, 1956

Seite: 88
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1944/45, 128 Nr. 1. Nach Eichler, ÖJh. 36, 1946, 88 Anm. 10 unterscheidet sich die-
ser Sarkophag von den übrigen attischen durch den Verzicht auf Reiter. — Durch
freundliche Mitteilung von Frau Dr. I. Inan und nach Kleiner, Bericht, ist mir ein
Schlachtsarkophag im Museum von Antalya bekannt: Nr. 308.

Die Datierung der attischen Sarkophage kann erst näher begründet werden, wenn
mehr Exemplare veröffentlicht sind und wenn einmal eine Untersuchung der Orna-
mentik dieser Sarkophage durchgeführt ist. Vorläufig läßt sich nicht mehr aus-
machen, als daß sie in antoninischer Zeit beginnen und bis ins frühe 3. Jh. dauern.
Vgl. Rodenwaldt, Jdl. 45, 1930, 131 ff. Ders., JHS. 53, 1933, 192. Redlich 110 f.

7. Rodenwaldt, JHS. 53, 1933, 190.

8. Diese Sarkophage, die zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Werkstätten ge-
arbeitet wurden, sind voneinander unabhängig, da jeder mindestens einen Zug des
Vorbilds überliefert hat, den die anderen entweder gar nicht oder nicht in Verbin-
dung mit Typengleichheit im übrigen haben.

L., der selbst nicht das Vorbild der anderen sein kann, weil er nur vier Schemata
oder Auszüge aus solchen mit den übrigen gemeinsam hat, kann auch nicht auf einen
der anderen Sarkophage zurückgehen, da er wie A. das Sich-Vorbeugen des Reiters
in der Gruppe mit dem sich selbst Tötenden hat, andererseits aber den Trompeter,
den A. nicht verwendet.

D., stilistisch später als A. und T., geht nicht auf einen von diesen zurück, da er
die Gruppe, in der ein Reiter über einen anderen gestürzten hinwegseht, um einen
dritten zu verfolgen, als einziger überliefert (vgl. S. 52).

T., der nicht auf D. zurückgehen kann weil er stilistisch früher ist, zeigt die ur-
sprüngliche diagonale Stellung der Pferde am deutlichsten und hat als einziger
den Gefallenen, über den der Krieger in der Überwältigungsgruppe hinwegtreten
muß (vgl. S. 56).

A. kann als der stilistisch früheste nicht auf die anderen zurückgehen und hat
zudem als einziger das Diadem im Haar des sich selbst Tötenden.

Die Unabhängigkeit dieser vier Sarkophage voneinander wird im Verlauf der
Arbeit an weiteren Einzelheiten gezeigt werden (vgl. S. 76).

9. AD. I Taf. 16 oben. Garger, RM.52, 1937 Taf. 2.

10. Hübner, Jdl. 3, 1888, 10 ff. Esper. I Nr. 114 S. 92. Garger, RM. 52, 1937, 1 Taf.

1-13. AD. I Taf. 16. 17. BrBr. 496.
ll.Sieveking in Festschrift Paul Arndt 14. Weickert, MüJb. NF. 2, 1925, 1. Kenner,

ÖJh. 35. 1943. 41. R. Bianchi-Bandinelli, Storicitä del Arte Classica n. ed. 1950,

90 ff. 217 f. 234 1".

12. Sieveking in Festschrift Paul Arndt 20. Vgl. Löwy, JbKSWien N. F. 2, 1928,25
Anm. 99.

13. Mat;, Komposition 645.

14. Nikefries Block a. Blümel, Nikefries Taf. 4. Ders., Jdl. 65/66, 1950/51, 161 Abb. 19.

15. Brit. Mus. 863. Michaelis, Monlnst. X Taf. 13 G 21.

16. Benndorf, Heroon, W. innen B. 14. Eichler, Heroon Taf. 22. 23.

17. JHS. 4, 1883 Taf. 36. R. Herbig, Die jüngeretruskischenSteinsarkophage (SR.VII) 27.

18. G. Jatta, Catalogo del Museo Jatta Nr. 1906. BullNap. NS. 2, 1853/54, Taf. 4. RVP. I
477, 1. A. D. Trendall, Frühitaliotische Vasen B. 17 S. 23. — Um 420.

19. FR. 96. Pfuhl, MuZ. III Abb. 584. v.Salis, Jdl. 55, 1940, 125 Abb. 20. Beazley, AVP.
852, 6.

20. FR. Text II 161 Abb. 53.

21. Robert, SR. II 68. Winter, KiB. 306, 1. BrBr. 493. Lippold, Hdb. '288, 4.

22. D. M. Robinson, Olynth V Nr. 154 Taf. 92.

23. Hekler, ÖJh. 18, 1915 Taf. 2. Hekler, Kat. 100.

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