Andreae, Bernard  
Odysseus: Archäologie des europäischen Menschenbildes — Frankfurt a.M., 1982

Seite: 132
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Die Gefährten
am Pfahlende.
Detail der
Gruppe, auf-
genommen
während der
Rekonstruk-
tionsarbeiten.

verfolgte Weg in seinen wesentlichen Schritten nachgezeichnet. Die
Richtung des Pfahles, durch den die Haltung der Figuren festgelegt ist,
kann aufgrund der Indizien bestimmt werden, welche die beiden Ge-
fährten am Pfahlende bieten. Man darf davon ausgehen, daß die Stützen
unter den Oberschenkeln der Gefährten senkrecht stehen sollen. Die
beiden Stützen auf der Leistenbeuge und auf dem Oberschenkel des er-
sten Gefährten geben durch ihren idealen Schnittpunkt die Höhe an, in
der die abgebrochene Linke dieses Mannes den Pfahl umgriff. Die so
gewonnene Richtung, die sich durch Entlangvisieren an dem Stumpf des
Pfahles in seiner Rechten bestätigen läßt, wird durch die Rekonstruktion
des zweiten Gefährten eindeutig gesichert. Das Stück des Pfahles in des-
sen rechter Hand, die ihrerseits durch eine Stütze fest mit dem Ober-
schenkel verbunden ist, fluchtet mit dem Stumpf des Pfahles, wenn man
dieses rechte Bein auf dem ansteigenden Gelände so aufstellt, daß das
linke Bein in Höhe des Glutäus ansetzen kann und sich dabei parallel
zum rechten, auf der gleichen Ebene stehenden Bein des Gefährten am
Pfahlende verhält. Die Beine der Gefährten, von denen jeweils das eine

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