Andreae, Bernard  
Odysseus: Archäologie des europäischen Menschenbildes — Frankfurt a.M., 1982

Seite: 226
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Skylla-Gruppe nicht nur am südlichen Sockel gefunden wurden, wo die
großen Fragmente des Oberkörpers und der zylindrischen Basis lagen,
die wegen ihres Gewichts schwerlich verschleppt worden sein konnten,
sondern daß auch um den nördlichen Sockel herum Fragmente der Skyl-
la-Gruppe verstreut waren. Bei den Rekonstruktionsarbeiten ergab
sich, daß zwei auf der Westseite des nördlichen Würfelsockels unmittel-
bar beieinanderliegende Fragmente293, nämlich der Torso eines Gefähr-
ten und ein Hundekopf, der ihn in die Schulter beißt, Bruch auf Bruch
aufeinanderpassen. Das wäre sehr merkwürdig, wenn diese Fragmente
nicht beim Sturz auseinandergebrochen und nebeneinander liegenge-
blieben wären. Das heißt, diese Fragmente wurden in Sturzlage gefun-
den, und das wiederum kann nichts anderes bedeuten, als daß auch auf
dem nördlichen Sockel eine Skylla-Gruppe gestanden hat.

Um das Ergebnis der langjährigen Rekonstruktionsarbeiten vorweg-
zunehmen: Es scheint so gut wie sicher, daß sowohl auf dem nördlichen
als auch auf dem südlichen Sockel im Euripus des Canopustales je eine

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