Andreae, Bernard  
Plinius und der Laokoon — Mainz am Rhein, 1987

Seite: 23
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LEIHGABEN UND NEUERWERBUNGEN

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auf. Innen weist das Gefäß, 2 cm unterhalb des
Randes, einen Absatz auf. Der Boden ist im Zen-
trum nach innen hochgewölbt; ihn schmückt der
hier zeichnerisch wiedergegebene Dekor (Abb. 1).
Außen ist der Boden durch vier konzentrische
Kreise gegliedert.

Allenthalben sind Spuren von Vergoldung sicht-
bar.

Das Gefäß ist sorgfältig gedreht. Außen und
innen sind im Boden die Löcher der Einspannvor-
richtung erkennbar. Die zartgliedrigen, am Griff-
teil hochgebogenen Henkel sind getrennt gegossen.

Die oben gegebene Datierung wird durch kera-
mische Parallelen nahegelegt3.

Schale Abb. 2 Taf. 2,3.5

Attisch-schwarzgefirnißt

Inv. O 1985.18

H. 4,9 cm

D. 19,6 cm

D. mit Henkeln 26,7 cm
2. Hälfte 5. Jh. v. Chr.

Stiftung Franz Rutzen, Mainz.

Der Schalenkörper und ein Henkel sind mehr-
fach gebrochen, aber ergänzungsfrei zusammenge-
setzt.

Innen schmückt den Schalenboden eine Rosette,
die von zwei in der Größe gestaffelten Blattreihen
umgeben ist. Die Trennlinie zwischen der Rosette
und der ersten Reihe ist einfach, die zwischen der
ersten und der zweiten zweifach, die abschließende
dreifach.

Außen ist im Boden eine Kreisfläche tongrundig
ausgespart und mit roter Engobe überzogen. Darin
befinden sich zwei konzentrische Kreise.

Der Dekor ist vor dem Auftrag des Glanzton-
überzugs geritzt, nicht gestempelt, wie in der Lite-
ratur zu den Vergleichsstücken gelegentlich be-
hauptet wird, denn kein Detail ist wiederholt. Der
Glanzton ist tiefschwarz, der Scherben ockerfar-
ben.

Form und Dekor gesellen das Stück zu einer
Keramik-Klasse, die mit der Werkstatt des Sotades
in Verbindung gebracht worden ist6.

Kanne Taf. 4,7

Apulisch-einheimische Ware
Inv. O 1986.15

H. einschließlich Henkel 20,5 cm
D. 18,5 cm

D. der Mündung 10,4 cm
Spätes 5. bis frühes 4. Jh. v. Chr.

Ankauf aus Privatbesitz.

Außen steigt der Körper über einem gerillten Das Gefäß ist fast intakt; es weist nur geringe

Fuß in gleichmäßiger Rundung auf; innen ist er Bestoßungen am Mündungsrand und eine kleine
durch den in der Gattung üblichen Absatz geteilt. Absplitterung an der Seite auf.













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Abb. 2 Trier, Attische Schale (1:2)
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