Andreae, Bernard  
Laokoon und die Kunst von Pergamon: die Hybris der Giganten — Frankfurt a.M., 1991

Seite: 55
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44 Kopfreplik eines Por-
träts des Philetairos von
Tios (283-263 v. Chr.),
Begründer der Attaliden-
Dynastie von Pergamon,
Neapel, National-
museum.
Das früheste bekannte
Werk, das vom pergame-
nischen Hof in Auftrag
gegeben wurde.

dynastie, die sich in dem Kräfteparallelogramm der
Diadochenstaaten der Antigoniden (in Makedo-
nien), der Seleukiden (in Syrien), der Ptolemäer (in
Ägypten) und der Kleinstaaten im griechischen
Mutterland sowie an der kleinasiatischen Küste,
unter denen die Insel Rhodos eine besondere Rolle
spielte, nur durch die ostentative Freundschaft zu
den Römern und zu den antimakedonisch gesinnten
Griechen am Leben erhalten und ihr Reich von der
befestigten Burg Pergamon aus zu einem blühenden
hellenistischen Staatswesen entwickeln konnte.
Grundlage des Reichtums dieses Staates war der
Staatsschatz des Diadochen Lysimachos, den Phile-
tairos von Tios (Abb. 44), Sohn des makedonischen
Generals Attalos von Tios und der Paphlagonierin
Boa, auf der sicheren Burg Pergamon zu bewachen
hatte. Nachdem sein Oberherr Lysimachos 281

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