Andreae, Bernard  
Laokoon und die Kunst von Pergamon: die Hybris der Giganten — Frankfurt a.M., 1991

Seite: 68
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Vernichtung (Phtora) der Gallier herauszustellen.
Der eigentliche Gegner in dieser Zeit blieb Pharna-
kesl. Ihn konnte man nicht mit den Giganten
gleichsetzen.

Völlig anders ist die Situation nach 168 v.Chr. Eu-
menesll. sah sich damals plötzlich den Römern ge-
genüber in einer schwierigen Position. Es gibt dazu
eine faszinierende Betrachtung von Polybios (22,
6d): »Als die Schlacht zwischen Perseus und den
Römern (im Jahre 168 bei Pydna) geschlagen war,
geriet König Eumenes, wie die meisten sagen, in
eine aller vernünftigen Voraussicht widerspre-
chende Lage, nach dem Lauf aber, den die mensch-
lichen Dinge nun einmal meist zu nehmen pflegen,
widerfuhr ihm etwas durchaus Alltägliches. Denn

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57 Im Knien kämpfender
Gallier (oder Grieche im
Amazonenkampf),
Paris, Louvre.
Die große Zahl der
Känipferfiguren des
Kleinen Attalischen Weih-
geschenks bietet in der
Vielfalt ihrer Posen und
bei ihrem verkleinerten
Format, besonders von
weitem gesehen, den An-
blick eines Schlachtfeldes.
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