Andreae, Bernard  
"Am Birnbaum": Gärten und Parks im antiken Rom, in den Vesuvstädten und in Ostia — Mainz/Rhein, 1996

Seite: 20
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sich Tag und Nacht, wie das Weltall. In die Bäder
floß Meerwasser und Wasser aus den Albulaquellen.
Als dieser Palast fertiggestellt war, sagte Nero, um
seine Zufriedenheit auszudrücken, bei der Einwei-
hung nur: jetzt endlich könne er anfangen, wie ein
Mensch zu wohnen.«

Diese war gewiß die hybrideste Park- und Villen-
anlage mitten in der Stadt, die im Altertum zum
Genuß für einen einzigen ausgeführt wurde. Aber
die großen Villen, mit den sie umgebenden Parks,
die die römischen Großen zuvor schon und dann
wieder in der Barockzeit anlegen ließen, waren auch
nicht zu verachten. Heute sind diejenigen der Bor-
ghese und der Doria-Pamphili, um nur die größten
zu nennen, als öffentliche Grünanlagen und Lun-
gen der Stadt Rom allen geöffnet. Aber es ist noch
nicht lange her, daß sie allein einer kleinen aristo-
kratischen Schicht dienten.

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