Andreae, Bernard  
"Am Birnbaum": Gärten und Parks im antiken Rom, in den Vesuvstädten und in Ostia — Mainz/Rhein, 1996

Seite: 21
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PFLANZEN AUF DEM FORUM UND
HAUS GÄRTEN IN ROM

Will man heute etwas über die Gärten und Parks im
antiken Rom aussagen und eine Vorstellung davon
geben, so bleibt notwendig vieles der Phantasie über-
lassen. Denn von diesen Grünanlagen findet man
im Gegensatz zu den Ruinen auf der einen Seite
nichts mehr, keinen Stengel, keine Blume, keinen
Strauch und keinen Baum mehr. Andererseits sahen
die Pflanzen, die in diesen Gärten wuchsen, nicht
anders aus als heute. Es kommt also mehr darauf
an, den Rahmen kenntlich zu machen als das Bild,
das die Natur selbst immer wieder aufbaut.
Die Geschichte der Gärten in der Stadt ist so alt wie
die Geschichte der Stadt selbst. Ein Beispiel mag das
erläutern.

Als Augustus durch den Praetor des Jahres 12 v. Chr.
Lucius Naevius L. f. Surdinus23 nach einem Brand
des Forums im gleichen Jahr ein neues Pflaster des
Forums aus rechteckigen Kalksteinplatten verlegen
ließ, in das vor der Rednertribüne zu Füßen des
Kapitols in großen Bronzelettern die Stiftungsin-

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