Andreae, Bernard  
"Am Birnbaum": Gärten und Parks im antiken Rom, in den Vesuvstädten und in Ostia — Mainz/Rhein, 1996

Seite: 64
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GARTENMALEREIEN

Zunächst ist noch eine andere überaus wichtige
Quelle der Kenntnis römischer Gärten und Parks zu
nennen; das sind die zahlreichen Wandmalereien
nicht nur in den Vesuvstädten, wo sie am häufigsten
sind, sondern auch in Rom und in anderen Aus-
grabungsstätten. Man zählt sie zur Gattung der
Taf. 13-21 Gartenmalerei82, und sie begegnet sowohl in Häu-
sern als auch in Gräbern. In beiden Fällen schaffen
diese Wandgemälde den Eindruck einer paradiesi-
schen Umgebung. Sie zeigen, was auch die mate-
rielle Uberlieferung lehrt, daß Gärten und Parks der
Römer nicht nur architektonisch gestaltet und mit
Blumenrabatten, blühenden Büschen und Hecken
und mit hohen Bäumen bepflanzt waren, sondern
durch Marmorbecken, Tische, Statuen, Hermen und

Taf. 13 lebendig wirkende Skulpturengruppen ausgeschmückt
waren. Sie zeigen aber noch ein weiteres wichtiges,
von den Römern besonders geliebtes Element, näm-

Taf. 16 lieh die Vögel aller Art, die das Gesträuch beleben.
Vom Artenreichtum und von der Zutraulichkeit
dieser Vögel, die die Gärten mit ihrem Zwitschern

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