Andreae, Bernard  
Schönheit des Realismus: Auftraggeber, Schöpfer, Betrachter hellenistischer Plastik — Mainz, 1998

Seite: 277
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Nachwort

Mit diesem Buch löse ich ein Versprechen ein, das ich vor einem
Jahrzehnt mit einer listenförmigen Aufzählung der aus äusseren
Kriterien datierten Skulpturen gegeben habe. Insgesamt stellt das
Buch aber das Ergebnis einer Forschungsarbeit dar, die vor über
vierzig Jahren von der im September/Oktober 1957 erfolgten Aus-
grabung in der Grotte des Tiberius bei Sperlonga an der tyrrheni-
schen Küste 120 km südlich von Rom ausgelöst worden ist.

Vieles wurde seitdem in wissenschaftlichen Beiträgen vorgelegt,
die hier nicht einzeln zitiert zu werden brauchen, weil der Gedan-
kengang des Buches möglichst geradlinig herausgearbeitet werden
sollte. Das mag in gewissen Fällen zu einer Verkürzung und Ver-ein-
fachungen geführt haben, die man dem Autor nachsehen möge. Auf
jeden Fall fühlt er sich allen Teilnehmern an der ausgedehnten Dis-
kussion zu aufrichtigem Dank verpflichtet.

Einigen Personen ist besonders zu danken. An erster Stelle möch-
te ich Simona Muzi nennen, die mit mir gemeinsam, mit grosser Ge-
duld und mit sicherem Einfühlungsvermögen die Textverarbeitung
so gestaltet hat, dass Text und Bilder zu einer Einheit geworden
sind. So entstand ein Buch, wie es mir immer vorgeschwebt hat. Das
Buch sollte ein Lesebuch sein, bei dem der Leser zugleich Betrachter
ist und alles, worüber er liest, wenigstens in Erinnerungsbildern vor
Augen hat. Gewiss ist auch diese Form anfechtbar. Denn bei dem
gegebenen Umfang des historischen Materials musste ein Kompro-
miss zwischen denkbarem Umfang des Buches und dem Wunsch
gefunden werden, alles, was erwähnt und beschrieben wird, auf der
gleichen Seite abzubilden wie den zugehörigen Text. Es war von
vornherein klar, dass viele Fotos in Seitenpräsenz nur in ganz klei-
nem Format, eben als reine Erinnerungsbilder, gegeben werden
konnten. Aber auch bei den bedeutenden Werken war eine Be-
schränkung notwendig, besonders auch bei den Reliefs des Perga-
monaltars, von denen wenigstens der grosse Fries vollständig - und
das will bei 120 m tätsächlicher Länge etwas heissen - im Bild er-
scheinen sollte. Ich kann dem Verleger nicht dankbar genug dafür
sein, dass er sich auf diese Form eingelassen und bei der Anzahl der
Fotos keine Beschränkung auferlegt hat.

Bei der Besorgung der Abbildungsvorlagen haben mir viele Kol-
legen und Sammlungen geholfen. Besonders zu danken habe ich
dem Deutschen Archäologischen Institut in Rom, aber auch denje-
nigen in Athen, in Istanbul und in Kairo, die mir bereitwillig ihre Fo-
tosammlungen geöffnet haben. Den amtierenden Direktoren dieser
Institute, Paul Zanker, Klaus Fittschen, Harald Hauptmann und Rai-
ner Stadelmann, fühle ich mich freundschaftlich verbunden. Auch
die Museen in Aachen, Afyon, Aix-en-Provence, Alexandria, Athen,
Berlin, Budapest, Cittä del Vaticano, Delos, Ephesos (Selcuk), Flo-
renz, Genf, Göttingen, Istanbul, London, Kairo, Kopenhagen, Mün-

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