Andresen, Andreas [Bearb.]
Handbuch für Kupferstichsammler: oder Lexicon der Kupferstecher, Maler-Radirer und Formschneider aller Länder u. Schulen nach Massgabe ihrer geschaetztesten Blaetter u. Werke (Band 1) — Leipzig, 1870

Seite: 438
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438 Ehrlich — Eichens.

4. Trial of Arclibishop Laucl in the House of Lords 1643. A.
Johnston.

5. Conficlence betrayed. Stone.

6. Benevolence. Besuch zweier Frauen bei einer Wittwe. W. Drum-
mond. qu. fol.

7. The Queen of hearts. F. Rochard. gr. fol.

8. A sketch from nature. F. Rochard. gr. fol.

Carl Gottlieb Ehrlich

Landschaftsmaler u. Radirer zu Meissen, um 1770 arbeitend, Schüler von Dietrich.

1. Der Brand der Albertusburg zu Meissen 30. Januar 1773. qu. fol.

I. Vor der Schrift.

2. Ansicht bei Meissen. 1769. qu. fol.

3. Flussufer mit Damm; über welchen eine kleine Heerde schreitet.
H. 2" 8"', Br. 3" T".

Selten.

4. Landschaft mit Schlossruine. 1771. (Hohenstein.) qu. fol.

Friedrich Eduard Eichens

Zeichner u. Kupferstocher, Professor, ordentl. Mitglied der König]. Akademie der Künste
zu Berlin und der K. K. Akademie zu St. Petersburg, lütter des rotten Adlerordens, geh.
zu Berlin den 27. Mai 1804. Er erhielt die erste Kunstbildung in der Königl. Akademie
der Künste und speciell in der Kupferstecherschule des Prof. L. Buchhorn vom Jahre
1819 bis 1825; ging dann im Jahre 1827 als K. Pensionair der Akademie nach Paris, wo
er sich ein Jahr lang sehr lebhaft dem Studium der Zeichenkunst widmete, und den
Unterricht der Kupferstecher Porst er und Kichomme genoss. Zum Ende des Jahres
1828 ging er auf Anordnung der Berliner Akademie nach Parma, in die Kupferstecher-
schule Paolo Toschi's, wo er bis 1831 im Kupferstechen sich ausbildete. — Nach
längerem Aufenthalte in Florenz, ging Ed. Eichens den folgenden Winter nach Bora und
kehrte im Sommer 1832 nach Berlin zurück, wo er 1833 sich häuslich niederliess. — Das
verzeichniss seiner radirten und gestochenen Platten hat die Zahl 171 erreicht, von denen
die bedeutenderen folgende sein möchten. — Der Katalog ist nach Eichens eigenen Angaben

chronologisch angelegt.

1. 1825. De todte Christus im Schoosse seiner Mutter, nach einer
Skizze des A. Carracci. In der Schule von L. Buchhorn ge-
stochen, qu. fol.

2. 1831. Christus, das Kreuz tragend, nach einem Bilde des Mich.
Angelo Anselmi, Parmesaner Schule. In der Schule des Ca-
valiere Paolo Toschi gestochen. — Epr. d'Artiste existiren in sehr
geringer Anzahl. Nach einigen Abdrücken vor der Schrift wurde
die Unterschrift: Tollite jugum meum etc. darauf gesetzt. Auf
einigen der ersten Abdrücke steht: Collite etc. (ein Fehler des
Schriftstechers).

3. 1832. Paolo Toschi, Brustbild, nach der Natur 1830 in Parma
gezeichnet und gestochen in Berlin in der breiten Manier dieses
Stechers.

Selten, da es nicht für den Handel bestimmt war.
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