Andresen, Andreas [Bearb.]
Handbuch für Kupferstichsammler: oder Lexicon der Kupferstecher, Maler-Radirer und Formschneider aller Länder u. Schulen nach Massgabe ihrer geschaetztesten Blaetter u. Werke (Band 1) — Leipzig, 1870

Seite: 442
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Eichens.

27. 1855. Homer und die Griechen, oder die Blüthe Griechenlands.
Nach W. v. Kaulbach''s Garton gezeichnet und gestochen ■— wie
oben der Fries. 24" br., 20" hoch.

28. 1855. Macbeth und die Hexen — und

29. 1856. Der Streit der Könige aus Shakespeare's König Johann
gehören zur Shakespeare-Gallerie, von der Nicolai'schen Buch-
handlung herausgegeben, nach den Cartons von Wilh. v. Kaul-
bach gezeichnet und gestochen. gi\ fol. (Ueber die Abdrücke
siehe unten.)

30. 1860. Christus und die Ehebrecherin, nach dem Bilde des Por-
denone im Königl. Berliner Museum gez. und gestochen.

I. Epr. d'Artiste nur mit Facsimile des Stechers.

H. Die Abdrücke vor, und

III. Mit angelegter, und

IV. vollendeter Schrift, enthalten Wappen und Dedication an die da-
malige Prinzessin von Preussen, jetzige Königin Augusta.

Die Bibelstelle in der Bordüre befindet sich auf allen Abdrücken.

31. 1860. Das Heer der Kreuzfahrer vor Jerusalem,

32. 1864. Der Babel-Thurm — und

33. 1867. Das Zeitalter der Reformation

sind sämmtlich nach den Cartons des W. v. Kaulbach für das
Prachtwerk „Die Wandmalereien im neuen Museum", von W.
v. Kaulbach — Alex. Duncker's Verlag — gezeichnet und in
Gartonmanier gestochen. Sie sind 24" lang und 20" hoch.

Es giebt davon, wie von den vorher genannten Stichen nach W. v.
Kanlbach:

I. Epr. d'Artiste mit Facsimile des Stechers,

II Abdrücke vor der Schrift, mit Künstlernamen, und
III. Abdrücke mit der Schrift.

NB. Ueber die Art und den Umfang der verschiedenen Sorten von Ab-
drücken ist vom Jahre 1851 etwa an, wo die Anwendung der Gal-
vanoplastik zur Abformung von gestochenen Kupferplatten, oder zu
deren Verstaubung durch Nickelmetall Eingang fand — schwer etwas
Bestimmtes zu sagen: denn es ist durch das neue Verfahren mög-
lich: dass Epr. d'Artiste oder Abdrücke vor der Schrift von Platten ge-
druckt werden, von denen schon Hunderte von Exemplaren mit Schrift
im Publicum circuliren. Eine Angelegenheit, die wohl werth wäre,
zur Warnung von der Kunstwissenschaft beleuchtet zu werden.

Philipp Hermann Eichens

Zeichner, Lithograph u. Kupferstecher in Mezzotinto, Bruder des Vorigen, geh. zu Berlin den
13. September 1S13, Anfangs Schüler der Akademie unter W. Hensel in der Malerei, dann
tüchtiger Lithograph, und als solcher seit 1835 in Paris thätig. Nach seiner Rückkehr nach
Berlin 1845 studirte er unter seinem Bruder die Aetz- und Stecherkunst, unter Prof. Lü-
deritz die Mezzotintomanier, kehrte dann 1849 nach Paris zurück, wo er seitdem ansässig
geworden ist und eine grosse Reihe Mezzotintostiche ausgeführt hat, die sich theilweiso all-
gemeiner Anerkennung erfreut haben.

I. Vor der Schrift, nur mit den Namen der Künstler und Verleger.

1. La Vierge dite de Seville, nachE. Murillo's Bild im Louvre. gr. fol.
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