Andresen, Andreas
Der deutsche Peintre-Graveur oder die deutschen Maler als Kupferstecher: nach ihrem Leben und ihren Werken ; von dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts bis zum Schluss des 18. Jahrhunderts und in Anschluss an Bartsch's Peintre-Graveur, an Robert-Dumesnil's und Prosper de Beaudicour's französischen Peintre-Graveur (Band 1) — Leipzig, 1872

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ÄHEL STIMMER.

per 3C072ES ctrpKcdbo. Ex OFticivA PRO-
BE MAKA. MDLxxxm. Auf der Rückseite des Titels steht
eine Dedication an Eberhard Rappoitstein, auf Blatt 2
eine Vorrede an den Leser. Auf Riatt 3 beginnen die
anatomischen Abbildungen, deren Erklärungen gegen-
über, mithin auf der Kehrseite der Platten, stehen. Die
Kupfer sind oben rechts numerirt. Platte 1 zeigt ein
Skelett, das den rechten Arm auf ein Grabscheit stützt,
Platte 2 ein anderes mit einer Sanduhr, Platte 50 eine
geschundene männliche Figur mit den Hautvenen.
Die beschriebene Ausgabe vom J. 1 583 ist nicht, wofür
CHOULANT, Geschichte der anat. Abbiid. Leipzig 1853, sie hält,
die erste, sondern die zweite; die erste erschien 158) und
diese — ob sie alle drei Bücher oder nur das dritte aiiein ent-
hält, können wir augenblicklich nicht sagen — ist auch mit
Platers Portrait auf der Kehrseite des Titels geschmückt; eine
dritte mit neuem Titel (ap. Lud. König) erschien 1 603.

INHALT
des Werkes des Abel Stimmer.

t. Laz. v. Schwendi.
2. Herzog Leopold v. Oesterreich
mit seinen beiden Rathen.
3. Joh. Marbach.
4. Joh. Hartung.
5. Fei. Piater.

6. Venus und Amor.
7. Ahegorische DarsteHung.
8. Das grosse Pferd.
9. Die Kupfer in F. Piaters Ana-
tomie

Ausser diesen Biättern wird dem Meister dann und wann auch
ein mit St. F. bezeichnetes, die Versuchung des heil. Antonius
vorstehendes Blatt zugeschrieben; unseres Erachtens nach ist es,
der sehr abweichenden Manier wegen, nicht von ihm. BRULLtOT und
NAGLER schreiben es Tobias Stimmer zu. Nagler, und nach ihm PAssA-
vANT, behauptet ferner, dass das Bildniss des Chr.v. Teußenbaeh
in Campenhouten's Uebersetzung des Ambraser Rüstungswerkes von
A. Stimmer sei; wir können mit Gewissheit versichern, dass diese
Annahme allen Grundes entbehrt.
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