Andresen, Andreas
Der deutsche Peintre-Graveur oder die deutschen Maler als Kupferstecher: nach ihrem Leben und ihren Werken ; von dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts bis zum Schluss des 18. Jahrhunderts und in Anschluss an Bartsch's Peintre-Graveur, an Robert-Dumesnil's und Prosper de Beaudicour's französischen Peintre-Graveur (Band 1) — Leipzig, 1872

Seite: 71
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HEtNRlCH GÖD1G.

Ueber die Lebens Verhältnisse dieses sächsischen
Meisters, eines Zeitgenossen und Freundes des jüngeren
Luc. Cranach, hat Direktor SctmcHARDT zu Weimar im
ersten Band des Archivs f. d. zeichn. Künste von Dr.
R. Naumann das bis jetzt Bekannte zusammengestellt Aj}
Er war zu Braunschweig geboren, doch weiss man nicht
wann, wie auch nicht bekannt ist, wersein Lehrmeister
gewesen. Nach seinen Werken zu schliessen, meint
Schuchardt, dass er in den Niederlanden seine Studien
gemacht haben könne; doch gab es um jene Zeit auch
geschickte Meister in Braunschweig, was schon daraus
hervorgeht, dass Luc. Cranach der Aeltere von einem
solchen, Peter Spitzen mit Namen, Portraits lieh, um
sie zu kopiren. Gegen 1 558 kam Gödig nach Dresden

*) Während des Druckes erhalten wir das 2. Heft des 2. Bandes des
Archivs für die Sachs. Geschichte, herausgeg. von Dr. W.WACHSMUTH
u. Dr. K. v. WEBER; es heisst darin in einem Aufsatz des Prof. Julius
Hübner über ältere sächsische Künstler über unsern Meister : ''Hein-
rich Godig, Göding oder Göting aus Braunschweig ; malt im Schlosse
Augustusburg im Jahre 4 574 , erhält seit 4 573 jährlich 4 00 Fi. auf
20 Jahre , macht Copieen von alten Renn - und Stechbüchern 4 584 ;
wird noch erwähnt im Jahre 4 604 . Von ihm waren einige höchst mit-
teimässige Arbeiten, das Belsazerfest und die klugen und thörichten
Jungfrauen im sog. Vorrath vorhanden, weiche in den neuesten
Auctionen verkauft wurden. Zurückbehalten sind zwei kleine Täfel-
chen mit Wappen und wunderlich verschränkten Gruppen von kleinen
Kindern, beide mit seinem Monogramm # G zusammengezogen und
der Jahreszahl 4 582 bezeichnet.«
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