Andresen, Andreas
Der deutsche Peintre-Graveur oder die deutschen Maler als Kupferstecher: nach ihrem Leben und ihren Werken ; von dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts bis zum Schluss des 18. Jahrhunderts und in Anschluss an Bartsch's Peintre-Graveur, an Robert-Dumesnil's und Prosper de Beaudicour's französischen Peintre-Graveur (Band 1) — Leipzig, 1872

Seite: 113
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facsimile
Jo ST AMMAN.

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Links ein Fenster, ln der Hinterwand sind zwei
Nischen, in deren einer ein Buch und eine Sanduhr,
in der andern eine aus Würfeln gebildete geometrische
Figur stehen. Ohne Schrift und Zeichen.
Zu diesem Blatt gehört als Gegenstück die Landschaft mit
dem Messkünstler. Wir beschreiben dieses Blatt weiter hinten
unter No. 216 und kommen bei der Gelegenheit nochmals auf
ersteres zurück.

7. Adam Khan.
H. 7" 3'", Br. 6" 3"'.
Der Abgebildete, welcher nach dem allegorischen
Beiwerk für einen Liebhaber der Geometrie und Astro-
nomie zu halten ist. ist ein wenig nach links gewendet,,
bis unter die Brust zu sehen und hinter einem Tisch
vorgestellt, auf welchem er in der Rechten seine Hand-
schuhe, in der Linken ein Mäppchen mit Schliesse hält.
Er trägt eine Mütze auf dem Kopfe und ist mit einem
Wams bekleidet. Links vor Gemäuer, an welchem
oben die Jahreszahl 1372 angebracht ist, ein Vor-
hang. Das Bildniss befindet sich in einem Rahmen
mit reicher allegorischer Einfassung. Man liest rings-
um: ADAMVS CALLVVS HERBIPOLITAKVS AETATIS SVAE 32.
ln der Mitte oben sieht man sein Wappen: einen
kahlscheiteligen Mannskopf zwischen zwei Genien;
in der Mitte unten eine Cartouche mit der Darstellung
des Elias in der Wüste, ln den Winkeln des Blattes
sitzen, ähnlich dem Bildniss des J. Neudörffer, vier
auf die Astronomie, Mess- und Schreibkunst bezüg-


s
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